Mit Hitlergruß in die Polizeizelle

Oberau - Wer sich mit Ordnungshütern anlegt, ist schon deshalb leichtfertig, weil die Justiz wegen der Abschreckung diese Taten hart bestraft. Das bekamen zwei Oberauer zu spüren.

Aus einer Randale heraus leisteten sie Widerstand gegen heimische Polizisten. Während ein 26-Jähriger mit einer Geldstrafe von 2000 Euro davonkam, muss der 37-Jährige ein Jahr ins Gefängnis, urteilte das Amtsgericht.

Der Streit hat sich Ende Mai 2009 gegen 4.30 Uhr in einer Wohnung ereignet, berichtete Staatsanwältin Kristina von Ehrnstein: Als angesichts der Rangelei zwei Polizisten gekommen seien, hätten beide Männer sie als „A....löcher“ und „sch.... Bullen“ begrüßt, ehe der Jüngere in Gewahrsam genommen worden sei – was angesichts heftiger Gegenwehr erst nach Einsatz von Pfefferspray gelungen sei. Als der 37-Jährige keine Ruhe geben wollte, sei es ihm ebenso ergangen. Er habe sich so gewehrt, dass erst vier Beamte ihn zu Boden gebracht haben.

Damit nicht genug, habe der Ältere mit den Handschellen einen Polizisten verletzt, ehe er mit zum Hitlergruß erhobenem Arm in Richtung Polizeizelle befördert werden konnte. Er warf immer noch mit derben Beschimpfungen um sich.

Die beiden renitenten Loisachtaler schoben vor Gericht alles auf Alkohol: „Nüchtern wäre mir das nie passiert“, sagte der 37-Jährige. „Wir haben halt Schnaps getrunken, und wenn ich Alkohol konsumiere, werde ich immer exzessiv gefährlich.“ Sein Spezl berief sich auf sein schlechtes Gedächtnis: Er wisse gar nichts mehr, „erst in der Zelle bin ich wieder zu mir gekommen.“ Ein Test hatte allerdings ergeben, dass sie kaum mehr als 1,4 beziehungsweise 1,6 Promille Alkohol im Blut. Auch ein Polizist bezeugte, dass beide nicht übermäßig betrunken gewirkt hätten.

Dazu kam beim 37-Jährigen die Tatsache, dass er einige Vorstrafen angesammelt und wegen Körperverletzung und Beleidigung gar zwei offene Bewährungen stehen hat.

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