50 Jahre auf der Bühne

Garmisch-Partenkirchen - Mit der "Millionenoma" feiert Marianne Hornsteiner am Samstag ihr Goldenes Bühnenjubiläum beim Bauerntheater Partenkirchen.

Ihre Zeit als Schauspielerin begann 1958 und der Weg war von den Eltern vorgeprägt: Die Mutter stand 45 Jahre bis zu ihrem Tod auf der Bauernbühne, ihr Vater war für Kartenverkauf und Kasse zuständig. Da war es dann für den seinerzeitigen Direktor Johann Rieger fast eine Selbstverständlichkeit, dass er die 16-jährige Marianne engagierte und ihr erstes Stück war das "Herz am rechten Fleck". Logisch, dass danach die Karriere erst als jugendliche Liebhaberin weiterging, und wie das Theaterleben halt so spielt, wurde sie nach und nach auch Magd und Bäuerin. "Dreimal die Woche haben wir damals gespielt", erinnert sich Hornsteiner, "am Dienstag, Donnerstag und Sonntag, nie habe ich frei gehabt, Gott sei Dank hat mein Ehemann Hans immer großes Verständnis gehabt, schließlich hatten wir ja auch drei Kinder."

Bei den Partenkirchner Theaterern ist es ja seit jeher üblich, dass sich ein Bühnenjubilar zum Festabend ein Stück wünschen darf. Diese schöne Tradition hat Marianne Hornsteiner für sich noch verfeinert: Nicht nur ein Lieblingsstück wird aufgeführt, vielmehr ist bei ihren Jubiläen auch jeweils eine Premiere fällig: Beim 25-Jährigen war es "Die Schwindelnichte", seinerzeit noch mit dem verstorbenen Spielleiter Günther Frischmann in der Hauptrolle, 1998 kam aus Anlass der 40er-Feier "Der Erbe vom Buchenhof" ins Programm und am kommenden Samstag um 20 Uhr zum Goldenen Fest spielt sie die Resl Kreitmeier in der "Millionenoma", einem Lustspiel von Monika Steinbacher. Der fußkranken Resl, die sie darstellt, geht es in der "Millionenoma" darum, den Zusammenhalt der Familie mit aller Raffinesse zu festigen. Mehr wird freilich nicht verraten. Mit Millionen hat Marianne Hornsteiner zwar nichts im Sinn, aber Oma ist sie immerhin schon seit vielen Jahren - und zwar gleich fünffach.

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