Jubiläumsgrat: Münchner stürzt 120 Meter in die Tiefe

Grainau - Nur mehr tot konnten die Bergretter am frühen Sonntagmorgen einen 57-Jährigen retten, der bei seiner Tour aus bislang ungeklärter Ursache den Halt verloren hatte.

Die anspruchsvolle Tour von der Zugspitze zur Alpspitze ist dem Münchner zum Verhägnis geworden. Gegen 5.30 Uhr verlor er nach Auskunft der Polizei an der Abzweigung zum Höllental aus bisher ungeklärter Ursache den Halt: "Er stürzte 120 Meter in die Tiefe und war sofort tot", erklärt Susanne Müller, Polizeihauptkommissarin der Direktion Weilheim.

Berggeher, die etwa 100 Meter hinter dem Münchner unterwegs gewesen waren, beobachteten den schrecklichen Unfall und alarmierten kurz vor 6 Uhr Bergwacht und Polizei. Zwei Retter der Bereitschaft Grainau machten sich mit dem SAR-Hubschrauber zur Unglücksstelle auf, vier weitere standen vorsorglich im Tal bereit. Obwohl es ziemlich windig gewesen sei, wie Anton Vogg, Bereitsschaftsleiter der Grainauer Bergwacht, berichtet, "konnten wir den Verunglückten aber mit dem Hubschrauber erreichen". Mit Hilfe der Seilwinde beförderten die Retter den Mann um 7.45 Uhr in den Helikopter der Polizei, der ebenfalls ausgerückt war. Der erfahrene Alpinist, der im Münchner Haus übernachtet hatte und von dort gegen 5 Uhr aufgebrochen war, sei Schnee bedeckte Steilrinne hinuntergestürzt war und habe sich nach etwa 150 Metern in einer Felsspalte verkeilt, beschreibt Vogg die Örtlichkeit.

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