+
Die Hatz durch die Häuserschlucht der Fußgängerzone im Ortsteil Garmisch. 12 000 Menschen flankierten das Schneeband, drängten sich dicht aneinander, um einen Blick auf die Biathlon-Stars zu erhaschen.

14. Jura-City-Biathlon: Steigerung kaum möglich

Garmisch-Partenkirchen - Der 14. Jura-City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen war ein Riesenerfolg. "Der beste, den es bislang gab", sagte Peter Fischer, Vorsitzender des Skiclubs Garmisch, euphorisch.

Die Hatz durch die Häuserschlucht der Fußgängerzone im Ortsteil Garmisch. 12 000 Menschen flankierten das Schneeband, drängten sich dicht aneinander, um einen Blick auf die Biathlon-Stars zu erhaschen. Gleich vorne weg: „Stimmung, Ablauf, die Qualität der Starter – da gibt es eigentlich nichts mehr zu toppen", freute sich Peter Fischer am Mittwochabend. Wir sind jetzt da, wo wir hinwollten.“

Bilder des City-Biathlons

City-Biathlon in Garmisch-Partenkirchen

Magdalena Neuner und Kati Wilhelm – das waren die starken Zugpferde der Veranstaltung, die kurz vor dem Jahreswechsel zu einer Tradition und einem Zuschauer-Magneten geworden ist. „Es ist wirklich interessant zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt, Biathlon auch in die Stadt zu bringen“, meinte etwa Wilhelm, die dreifache Olympiasiegerin. Die Thüringerin feierte Premiere in Garmisch-Partenkirchen und war restlos begeistert. „Es ist echt krass, wie viele Leute da waren und uns angefeuert haben. Die Strecke war toll, nur an das Schießen musste ich mich erst gewöhnen. Aber das hat dann auch noch ganz gut geklappt.“ Am Ende jedoch reichte es für Wilhelm, die mit Andi Birnbachers Ersatzmann Christoph Knie lief, nur zu Rang drei.

Das Sagen hatten die Lokalmatadore im Garmischer Zentrum. Neuner strahlte übers ganze Gesicht, als ihr Partner Matthias Bischl (Söchering) beim letzten und achten Schießen nur eine Scheibe stehen ließ und dann als souveräner Sieger über die Ziellinie lief. Zuvor hatte auch die Wallgauerin gezeigt, was sie auf dem Kasten hat: Beim letzten Schießen ratterte sie eine Nuller-Serie runter, dass die Menschenmassen am Straßenrand nur so staunten. „No risk, no fun, hab’ ich mir gedacht“, sagte sie hinterher. „Das war wirklich ein schöner Abschluss.“ Sieben Fehler bei acht Einlagen leistete sie sich mit den Kleinkaliber. „Ganz normal“, urteilte sie. Denn das Schießen in solch kurzen Abständen sei eben doch etwas ganz anderes als bei einem normalen Biathlon-Rennen. „Da geht dir schon die Pumpe nach diesen kurzen Sprints, und dann schießt man einfach ganz anders.“ Dass es nicht unbedingt schlecht sein muss, bewies Barbara Ertl, die Südtirolerin, die ursprünglich aus Bad Tölz stammt. Sie war die Schützenkönigin mit nur drei Fehlern insgesamt. Schlechter erging es ihrem Team-Partner Lukas Hofer. Er war der Pechvogel und schoss 20 Fahrkarten – Platz vier blieb für dieses Duo.

Eine andere war mit ihrer Vorstellung vollauf zufrieden: Miriam Gössner, die quasi Heimrecht genoss als Athletin vom Skiclub Garmisch, und mit ihrem Freund Simon Schempp Zweite wurde. „Klar bin ich glücklich, im vergangenen Jahr waren wir ja noch Letzter“, jubelte die 19-Jährige. Im Ziel drückte sie ihrem Simon ein dickes Bussi auf – und strahlte vergnügt. (cf)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bürgermeisterwahl 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen: Alle Wahlen und Kandidaten
Bürgermeisterwahl 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen: Hier finden Sie einen Überblick über alle Wahlen und alle Kandidaten am 15. März 2020.
Bürgermeisterwahl 2020 im Kreis Garmisch-Partenkirchen: Alle Wahlen und Kandidaten

Kommentare