Michael Weber kündigt auch für 2010 verstärkte Kontrollen an. F.: ts

Kampf gegen "Koma-Saufen"

Mittenwald - Die Polizei kündigt in Mittenwald für 2010 verschärfte Jugendschutz-Kontrollen an. Hintergrund ist die steigende Tendenz von Alkoholismus bei Jugendlichen.

Ein 18-jähriger Mittenwalder, der sich mitten in der Nacht sturzbetrunken auf eine Straße zum Schlafen legt; Zwölf- und 13-Jährige, die mit einer Selbstverständlichkeit Schnaps konsumieren – alles schon passiert im Oberen Isartal. Das Erschreckende dabei: Die Tendenz steigt. Deshalb kündigt Mittenwalds Polizeichef Michael Weber auch für 2010 verstärkte Jugendschutz-Kontrollen an.

In Verbindung mit dem Jugendamt des Landkreises will der 53-Jährige das ihm so verhasste „Koma- und Flatrate-Saufen“ bekämpfen. „Das hat für uns oberste Priorität.“ Schon bei seiner Amtseinführung im Februar 2005 rief der zweifache Familienvater Eltern, Schulen und Jugendstellen dazu auf, den Kreislauf von Gewalt-Exzessen und Null-Bock-Mentalität beim Nachwuchs zu durchbrechen. „Aber nur gemeinsam haben wir eine Chance“, betonte Weber damals.

Das Schlucken von Hochprozentigem ist das eine. Auf der anderen Seite hielten sich Jugendliche oft nach Mitternacht in Isartaler Lokalen auf. Deshalb wird die Polizei 2010 den heimischen Gastwirten noch intensiver auf die Finger schauen. Schlimmstenfalls droht Wiederholungstätern sogar der Entzug der Konzession. So weit ist es in Mittenwald aber noch nicht gekommen.

Daneben setzen Weber und seine Kollegen auch den Kampf gegen Drogen-Missbrauch fort. Nicht zuletzt deshalb bieten Inspektion und Landratsamt auch heuer wieder Informations- und Präventionsveranstaltungen im Oberen Isartal an.

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