Kandahar-Umbau gerät ins Stocken - Tröglhang gesperrt

Garmisch-Partenkirchen - Bis auf Weiteres wurden die Umbauarbeiten an der Kandahar im Bereich des Tröglhangs wegen Erdrutschgefahr eingestellt.

Die starken Niederschläge der vergangenen Tage haben das Erdreich so stark aufgeweicht, dass der Hang abzurutschen droht. "Das ist eine reine Sicherheitsmaßnahme", erklärt Bürgermeister Thomas Schmid. "Wir können es uns nicht leisten, dass etwas passiert." Das Gebiet rund um die Tröglhütte ist deshalb großräumig abgesperrt.

Die Probleme mit dem extrem steilen Gelände sind bekannt. Durch die Bauarbeiten für den geplanten Tunnel auf Höhe des Mittleren Skiwegs wird der ohnehin schon sensible Abschnitt zusätzlich belastet und instabil. "Das es der schwierigste Baubschnitt ist, wussten wir", sagt Schmid. Darum sei der Hang bereits im Vorfeld eingehend von Geologen untersucht worden.

Am Wochenende war nun noch einmal ein Experte von der Technischen Universität München vor Ort und hat das Erdreich unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse werden Anfang der Woche erwartet. "Dann können wir entscheiden, wie es weitergeht", sagt der Rathaus-Chef. Die Sicherheit gehe dabei aber vor. Der Zeitplan für die Abfahrtspiste der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 sei jedoch nicht in Gefahr, betont Schmid. "Wir haben eine Woche verloren. Das braucht man nicht verniedlichen, aber es ist auch keine Katastrophe."

Auch Peter Fischer, Geschäftsführer des Organisationskomitees für die Ski-WM 2011 sieht keine große Gefahr, dass die Arbeiten nicht weitergeführt werden können. "Da mache ich mir derzeit keine Sorgen." Im Februar 2009 soll die neue Kandahar mit zwei Weltcup-Rennen (Frauen und Männer) und anschließend bei den Junioren-Weltmeisterschaften ihre Feuertaufe erleben.

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