Matthias Helldörfer bewegen „persönliche Gründe“ zum Abschied. F.: sehr

KEG: Tourismusmanager wirft das Handtuch

Landkreis - Kontinuität - das ist etwas, was es in der Kreisentwicklungsgesellschaft nicht gibt. Sie muss sich schon wieder einen neuen Tourismus-Chef suchen. Matthias Helldörfer will weg.

Exakt zwei Jahre war Matthias Helldörfer als Tourismusmanager für die Kreisentwicklungsgesellschaft tätig. Diese Stelle sollte eigentlich langfristig vergeben werden. Doch nun verlässt der 34-Jährige die KEG und den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zum 30. September. „Das hat ausschließlich persönliche Gründe und nichts mit der KEG, dem Aufsichtsrat oder den Gesellschaftern zu tun“, versucht Helldörfer mögliche Vermutungen im Keim zu ersticken.

In knapp sieben Wochen endet sein zunächst befristeter Arbeitsvertrag. Aufsichtsrat und Gesellschafter seien sich einig gewesen, Helldörfer einen unbefristeten Vertrag zu geben, erklärt KEG-Geschäftsführer und Regionalmanager Matthias Kratz. „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden.“ Doch am Tag vor der jüngsten, wie immer nicht-öffentlichen Gesellschaftversammlung teilte der Tourismusmanager mit, dass es ihn zurück in seine Heimat zieht. Helldörfer tritt die Position des Stellvertretenden Leiters des Tourismusverbandes Fränkische Schweiz an. „Wir bedauern das sehr“, sagt Kratz. Zum einen wegen der Leistungen von Helldörfer. Zum anderen, weil der KEG damit erneut ein Stück Kontinuität verloren geht.

Helldörfer hatte sein Amt erst 2012 angetreten. Damals war die KEG in schwere personelle Turbulenzen geraten. Erst hatte Tourismusmanagerin Sylvia Westermann sich zurückgezogen, und dann verließ auch noch Geschäftsführer Daniel Gromotka das Haus. Bei ihnen waren, wie stets mit Nachdruck betont wurde, ebenfalls nur persönliche Gründe ausschlaggebend. Mit den personellen Umbrüchen wurde daraufhin immer entschuldigt, warum die KEG nicht so richtig in Fahrt gekommen ist, es bislang wenig nennenswerte Erfolge gibt. Nun geht also der Nächste.

Das weitere Team aber bleibe bestehen, betont Kratz. Neben ihm gehören dazu Gesundheitsmanagerin Petra Hilsenbeck, Susanne Bukenberger und Aljona Timakova, die Assistentin von Helldörfer. Sie wird die Fäden in der Hand halten, bis die Nachfolge des Tourismusmanagers geklärt ist. Noch bis Donnerstag ist die Bewerbung möglich. Die Stelle wird unbefristet ausgeschrieben. Wie viele Schreiben ihm bereits vorliegen, das wollte Kratz auf Anfrage nicht sagen.

Auf den neue Tourismus-Experten kommen große Aufgaben zu. Es gilt auch nach wie vor, wie es in der Stellenbeschreibung heißt, ein regionales - also talschafts-übergreifendes - Destinationsmanagement zu planen. Diesmal vielleicht auf lange Sicht.

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