Sylvia Westermann leitet seit Juli die Sparte Tourismus in der KEG. foto: sehr

Kleine Schritte in Richtung Neuanfang

Landkreis - Der Talschaftsverbund Zugspitz-Region wird zum 31. Dezember aufgelöst - bislang gibt es aber wenig Inhalte für das neue Modell.

Nach und nach wurde von den Landkreis-Kommunen in den vergangenen Wochen Vollzug gemeldet. Sie haben ihre Zustimmung gegeben, dass der übergeordnete Talschaftsverbund Zugspitz-Region aufgelöst werden kann. Künftig wird sich, wie berichtet, die Kreisentwicklungsgesellschaft (KEG) um die Vermarktung des Bereichs zwischen Karwendel und Staffelsee kümmern. Wie dieses Engagement genau ausschauen wird, ist aber noch unklar.

Die Strategie für die künftige Arbeit soll erst in den kommenden Monaten festgelegt werden, erklärt Sylvia Westermann. Die Tourismus-Expertin arbeitet seit vergangenem Sommer für die KEG. Die Auflösung der Zugspitz-Region wurde bereits bei ihrem Amtsantritt angekündigt. „Für uns galt es seitdem, das operative Geschäft abzuwickeln“, erklärt Westermann. Es hätte noch viele Anfragen gegeben. „Wir sind ja auf einen fahrenden Zug aufgesprungen“, erklärt die Tourismusmanagerin den Einstieg der KEG bildlich. Zum 31. Dezember ist die Zugspitz-Region, die gern als zahnloser Tiger bezeichnet wurde, endgültig Geschichte.

Dann geht es für die Mitglieder des Tourismusbeirates der KEG darum, neue Wege zu gehen. Am bisherigen System wurde vor allem bemängelt, über zu wenig Budget und zu viel Konkurrenzdenken zu verfügen. Die künftige Ausrichtung der neuen Landkreis-Vertretung steht aber noch nicht fest. „Die Neu-Positionierung gehört zu den Dingen, die herausgearbeitet werden müssen“, erklärt Westermann. Gleiches gelte für einen Namen und ein Logo. Wichtiger als diese beiden Faktoren sind für die Tourismus-Managerin nun aber zunächst die Inhalte. „Wir müssen ganz genau hinschauen. Es geht darum, Themen und Projekte zu finden, die alle betreffen.“ Dazu würden zum Beispiel die Gestaltung eines modernen Internet-Portals und die Einführung einer elektronischen Gästekarte für den gesamten Landkreis gehören. Ziel sei es letztlich, ein einheitliches Konzept zu schaffen. Schon im Juli hatte Westermann kritisiert, dass sich die Region mit ihren starken Talschaften wie ein bunter und deshalb unübersichtlicher Bauchladen präsentiert. Konkrete Entscheidungen können aber nur vom Beirat getroffen werden - und der kommt etwa alle vier Wochen zusammen.

Auch interessant

Kommentare