König-Ludwig-Lauf: Reichen die Schnee-Depots aus?

Oberammergau - "Es wird wieder spannend" ­- diese Aussage von Rennleiter Thomas Nowak stand im Mittelpunkt der ersten Helferversammlung zum 36. Skilanglauf "Auf König Ludwigs Spuren" am Dienstag in Oberammergau.

Mit "spannend" meinte Nowak nicht etwa knappe Entscheidungen beim Zieleinlauf, sondern die augenblickliche Schneesituation für den größten deutschen Volksskilanglauf am 2./3. Februar. Vor einem Jahr hatten die traditionellen Strecken von 50 und 23 Kilometern wegen Schneemangels auf 40 und 20 Kilometer verkürzt werden müssen. Dazu soll es heuer möglichst nicht kommen.

Auch diesmal seien "umfangreiche Arbeiten an der Strecke notwendig", demonstrierte der Rennleiter mit aktuellen Fotos vom letzten Wochenende. Während Streckenteile auf den freien Flächen (noch) in gutem Zustand seien, hätten vor allem Waldpassagen "durch die letzten Föhntage stark gelitten". Im Mühlwald habe man daher eine Schneeauflage von 30 Zentimetern künstlich eingeschneit, und im Dorf werde zur Zeit Altschnee "zusammengekratzt". Im Zielbereich soll ein Schneedepot für eine ausreichende Unterlage sorgen.

Noch geraten die Verantwortlichen in Oberammergau nicht in Panik, denn für Ende Januar hätten die Wetterpropheten Neuschnee angesagt. "Wenn es mit dem Wetter hinhaut", so Organisationschef Hans Reicherl, soll am Sportplatz auch wieder der beliebte Nachtsprint veranstaltet werden, der immer zusätzlich Zuschauer anlockt. Für den 36. Ludwigs-Lauf hätten sich bisher laut Reicherl 2 350 Langläufer angemeldet; über 3000 erwartet man. Unter den Teilnehmern, die bereits registriert sind, seien etwa 150 Norweger und auch aus Schweden rechnen die Oberammergauer wieder mit starken Spitzenläufern, die über die Hauptdistanz stets zu den Favoriten zählen. Etwa drei Dutzend Starter dürften es aus Russland werden.

Über den aktuellen Stand der Vorbereitungen wird das Organisationskomitee vier Tage vor dem Lauf in einer zweiten Helferversammlung am 29. Januar informieren. Interessierte Teilnehmer können sich außerdem über das Internet unter www.koenig-ludwig-lauf.com auf dem Laufenden halten. Auf ein eingespieltes Team von rund 400 Helfern kann man beim OK bauen; Hans Reicherl: "Hier weiß jeder, wo er hinlangen muss." Und auch sie bangen und fiebern jedes Jahr auf's Neue mit, wenn es Petrus mal wieder spannend macht . . .

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