Kooperation für Verkehrsprojekt

Murnau - Die Gemeinden Murnau und Seehausen ziehen an einem Strang: Sie wollen gemeinsam die Weichen stellen für die Schaffung einer Umfahrung westlich des Kemmelgeländes.

Seit einigen Jahren wird an den Plänen für diese Westtrasse gefeilt. Entsprechende Überlegungen gibt es bereits seit Ende der 1970er Jahre. Die rund 2,1 Kilometer lange Strecke wäre ­- vereinfacht gesagt -­ die Fortführung der Murnauer Entlastungsstraße und würde eine vollständige Umfahrung des Ortskerns schaffen. Dadurch soll der Verkehr spürbar entlastet werden. Die Fahrbahn verliefe ­ entlang des westlichen Kemmelgeländes und weiter auf den Wiesen zwischen Riedhausen und dem Murnauer Gewerbegebiet Straßäcker. Die Straße würde in der Nähe des McDonald's-Restaurants in die Bundesstraße 2 einmünden.

Da Gebiete beider Kommunen betroffen sind, wollen Murnau und Seehausen in dieser Angelegenheit an einem Strang ziehen und gemeinsam einen Flächennutzungsplan erstellen. Dabei geht es um die zentralen Fragen, wo genau die Trasse verlaufen und wie das Umfeld gestaltet werden soll. Im Grundsatz ist man sich einig, in einer gemeinsamen, öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. Januar, dürfte es eher um Detailfragen gehen. Der Flächennutzungsplan ist die baurechtliche Voraussetzung für die Realisierung des Mammutprojekts, das nach vorläufigen Schätzungen rund 23,5 Millionen Euro kosten wird. Die Gemeinden können zwar in Eigenregie vorplanen. Der Bund muss jedoch das Vorhaben umsetzen und finanzieren.

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