Beben im britischen Königshaus: Nach Missbrauchsvorwürfen - Prinz Andrew legt öffentliche Ämter nieder

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Nach der Pleite hielt Schloss Kranzbach bis zur Wiedereröffnung im Sommer 2007 Winterschlaf. Foto: Ströter/Archiv

Kranzbach-Insolvenz abgeschlossen

Klais - Das Insolvenzverfahren „Schloss Kranzbach GmbH“ wird Ende Februar endgültig abgeschlossen. Viel springt für die 94 Gläubiger allerdings nicht heraus.

Fast fünf Jahre nahm das Verfahren in Anspruch. Dafür kommt relativ wenig heraus für die Gläubiger. „Zirka drei Prozent seines Geldes bekommt jeder“, rechnet der Münchner Anwalt und Insolvenzverwalter Oliver Reichelt vor. Im Februar steht noch einmal ein Termin vor dem Amtsgericht in Weilheim an, dann wird das Verfahren auch formal beendet sein. "Es hat sich länger hingezogen als erwartet“, bestätigt Reichelt, der seit März 2004 die Pleite der ehemaligen Betreibergesellschaft abgewickelt hat.

Rückblick: Im Dezember 1997 pachteten sechs Gesellschafter Schloss Kranzbach vom damaligen Besitzer, dem „Vereinigten Kirchenkreis Dortmund“ der evangelischen Kirche. Sie steckten über eine Million D-Mark in die Renovierung. Doch die Investitionen rechneten sich nicht, und so musste die GmbH Ende 2003 Insolvenz anmelden.

Steuerliche und verwaltungstechnische Angelegenheiten zogen das Verfahren in die Länge, erklärt Anwalt Reichelt. Dazu kam eine Ermittlung der Münchner Staatssanwaltschaft wegen Veruntreuung von 135 000 Euro gegen zwei der sechs Gesellschafter. Im Dezember 2005 wurden die beiden vom Garmisch-Partenkirchner Amtsgericht jeweils zu Bewährungstrafen verurteilt.

„Das hat zu deutlichen Verzögerungen geführt“, sagt Reichelt. Jetzt können die 94 Gläubiger der ehemaligen Betreibergesellschaft aber bedient werden. Rund 870 000 Euro Forderungen stehen allerdings nur knapp 38 000 Euro Verteilungsmasse gegenüber.

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