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Voller Tatendrang: Die Schüler zusammen mit den Verantwortlichen beim Kiwanis-Club.

Kiwanis-Club Garmisch-Partenkirchen

Kreative Projektideen der Jugend

Jeder hat es gehofft, niemand erwartet: „Jugend engagiert sich“ war noch nie so erfolgreich wie in diesem Jahr. Der Kiwanis-Club Garmisch-Partenkirchen verzeichnet bei der siebten Runde des Wettbewerbs eine Rekordbeteiligung.

Landkreis – Alle Mittelschulen im Landkreis nehmen in diesem Schuljahr an der Kiwanis-Initiative „Jugend engagiert sich“ teil. Die Einrichtungen aus Murnau und Partenkichen stellen jeweils sogar zwei Teams. Ihre Themen haben die zehn Bewerber jetzt im Oberauer Pfarrheim vorgestellt. Die größere Konkurrenz in der siebten Runde des Wettbewerbs hat die Jugendlichen dabei beflügelt. Das zeigte sich bereits an der Auswahl ihrer Projekte.

Während die Siebtklässler der Realschule Schlehdorf, die sich zum vierten Mal in Folge angemeldet hat, beispielsweise mit einem Spendenlauf für Afrika ins Rennen gehen, versuchen die Partenkirchner Buben und Mädchen der achten Jahrgangsstufe mit einem Imagefilm über ihre Schule zu punkten. Doch die gute Idee alleine reicht längst nicht, um am Ende zu gewinnen.

Die Präsentation der Projekte fließt ebenfalls in die Bewertung ein. „Für die teilnehmenden Schüler erweisen sich die geforderten Präsentationen als große Herausforderung“, sagt Clubsekretär Werner Sappa. Alle haben sich ihr gestellt und abgeliefert. Und wie. Professionell und einfallsreich. Einige Teams wählten klar strukturierte Powerpoint-Präsentationen, bauten teils Videosequenzen ein, in denen sie ihre Idee, ihre Ziele, den zeitlichen Rahmen, aber auch mögliche Risiken darstellten. Andere dagegen lenkten die Aufmerksamkeit mit Rollenspielen auf sich. So wie die Schüler aus Schlehdorf: Sie haben aus ihren Reihen zwei Läufer auserkoren, die um einen sitzenden Klassenkameraden herumsausen und bei jedem Durchgang einen Punkt des Projektes besprechen. Alle legten sich mächtig ins Zeug. Schließlich geht es bei der Aktion um bares Geld. Das beste Team bekommt 500 Euro, das zweite 300, das dritte 200 und die übrigen je 100 Euro für ihre Arbeit. „Jedes einzelne Projekt hilft in irgendeiner Weise der Gesellschaft“, betont Präsident Günter Meck. Denn der Kiwanis-Club legt nicht nur wert darauf, dass die Schüler die Vorhaben sauber absolvieren. Die Organisation verfolgt auch die Absicht, ihnen soziales Engagement zu vermitteln und leistet mit dem Wettbewerb einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Landkreis. Neben der wachsenden Zahl an Teilnehmern steigt die Qualität bei der Realisierung der Ideen enorm an. Dazu tragen auch die Lehrkräfte bei, für die Kiwanis regelmäßig vor dem Start der Aktion Fortbildungen anbietet. Gleichzeitig wird der Wettbewerb von der Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) unterstützt. „Diese Projekte werden nicht nur als Projekt bezeichnet, sondern werden auch nach den Schritten des Managements durchgeführt“, erläutert Past-Präsident Peter Bitzl das Prozedere. Heißt: Die Jugendlichen müssen sich im Vorfeld vorbereiten. Wer sein Vorhaben strukturiert hat, ist ein heißer Kandidat auf den Sieg. Bis zur Endrunde dauert es aber noch.

Mit der Unterzeichnung des Projektvertrages durch den Sprecher des jeweiligen Projektteams und Kiwanis-Präsident Meck ist nun die erste Projektphase abgeschlossen. Die Arbeit dagegen längst noch nicht. Nächster Schritt: die Planung verfeinern, um am 7. Februar bei der nächsten Präsentation die Konkurrenz in den Schatten zu stellen. Und obwohl am Ende eine Gruppe den ersten Platz ergattert, gewinnt jeder etwas: Teamgeist und Erfahrungen im strukturierten Denken.

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