Es gibt längst ein Reinigungkonzept

CSU kritisiert verdrecktes Ortsbild

Garmisch-Partenkirchen - Schnee verdeckt nicht alles - davon ist Elisabeth Koch überzeugt. Deshalb fordern sie und die CSU die Gemeinde auf, im Hinblick auf die WM mehr für die Sauberkeit des Ortes zu tun.

Verdreckt und mit Streugut übersät - glaubt man Elisabeth Koch, ist das derzeit das Ortsbild von Garmisch-Partenkirchen. „Der Markt erfüllt seine Pflichten nicht“, sagt die CSU-Fraktionsvorsitzende. Daher ließ sie Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) ein Schreiben zukommen, in dem sie im Namen der Fraktion fordert, „dass umgehend Vorkehrungen getroffen werden, das Ortsbild zum Positiven hin zu verändern“. Besonders auffällig seien die Verschmutzungen an den örtlichen Wanderwegen, wie zum Beispiel vom Skistadion entlang der Partnach.

Aber auch auf dem Partenkirchner Kirchplatz und in den Nebenstraßen sehe es nicht gut aus. „Es ist nicht nur das Streugut, da liegen Flaschen und Kippen in den Rabatten der Bäume.“ Bis zur Ski-WM muss sich das ändern, fordert Koch. „So wie jeder Grundstückseigentümer sein Gelände in Ordnung hält, sollte das auch die Gemeinde tun. Wir präsentieren uns zur WM schließlich vor Tausenden von Menschen.“

Rathaussprecher Florian Nöbauer nimmt die Kritik gelassen. „Es ist nichts Neues, was Frau Koch da anspricht“, erwidert er. „Natürlich wird vor der WM vermehrt gereinigt.“ Dass sich die Bemühungen nur auf die stark frequentierte Garmischer Fußgängerzone beschränken, wie Koch meint, bestätigt er nicht. „Es gibt ein Reinigungskonzept für den gesamten Ort.“ Nachdem der Schnee nach dem ersten Wintereinbruch weggetaut war, konzentrierten sich die Arbeiter aber vorerst darauf, Straßenschäden zu beheben. Die schneefreien Tagen zu nutzen, um Streugut zu entfernen, hält Nöbauer für sinnlos. „Das wäre verschwendete Arbeitszeit. Es schützt doch bei Neuschnee davor, dass eine Eisschicht entsteht.“ Der Schneefall der vergangenen Tage gebe ihm Recht. (kma)

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