Lödermanns Comeback in der Politik

Garmisch-Partenkirchen - Nach sechsjähriger Pause kandidiert Tessy Lödermann wieder für den Kreistag. Damit will die frühere Landtagsabgeordnete der Grünen den Politik-Neulingen auf ihrer Liste helfen.

Der weiße Fleck ist "wieder begrünt". Nach sechs Jahren Pause stellen sich die Grünen auf Kreisebene wieder zur Wahl. Ihr Zugpferd: Tessy Lödermann, die sich nach acht Jahren im Landtag und insgesamt 14 Jahren im Kreistag 2002 eigentlich von der Gremienarbeit verabschiedet hatte. ­ Nach dem Vakuum, das durch das Ausscheiden von Lödermann und ihrem Seehauser Weggefährten Leo Frühschütz entstanden war, habe sich inzwischen eine Reihe junger Leute zusammengefunden, "die hinter ökologischer Politik stehen", freut sich die 51-Jährige. Um deren Engagement zu unterstützen, habe sie sich aufstellen lassen. Zudem "gab es lange Gespräche mit Sepp Daxenberger", verrät Lödermann. Der Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, der mit ihr von 1990 bis 1996 im Münchner Maximilianeum saß, habe sie an ihre Verantwortung erinnert, die Jugend an die Politik heranzuführen. "Auch ehemalige Landtags-Kollegen haben massiv an mich appelliert."

Nach ihrem Rückzug aus dem Kreistag legte sich die Garmisch-Partenkirchnerin freilich nicht auf die faule Haut, sondern engagierte sich in ihrer Funktion als Vize-Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes. Vor allem der Neubau des Tierheims in der Schmalenau hielt Lödermann stark auf Trab, dass parallel zu ihrem möglichen politischen Comeback das neue Hundehaus errichtet wird, nennt sie "einen gewaltigen Kraftakt". Ihren Mitstreitern und den anstehenden Themen zuliebe nimmt sie diesen allerdings gerne auf sich. "Ich bin sehr froh, dass sie dabei ist", unterstreicht Daxenberger. Sein erklärtes Ziel zur anstehenden Kommunalwahl sei es gewesen, "die weißen Flecken auf der Karte des Freistaats zu begrünen". Dabei geht es dem Waginger Bürgermeister nicht allein darum, in den Gremien vertreten zu sein. Vielmehr denkt er an Themen wie die Ski-Weltmeisterschaft 2011 und die Entwicklungen im Tourismus, bei denen auch Umwelt-Aspekte von Bedeutung seien.

Für Lödermann ist dabei enorm wichtig, dass im Kreistag auch wieder die Punkte besprochen werden, wie sportliche Großveranstaltungen, der Ausbau der Bahnlinie und Ortsumfahrungen, die schließlich auch den ganzen Landkreis betreffen. "Diese Punkte muss man ausdiskutieren und ein Gesamtkonzept aufstellen", fordert sie. Die Diskussionskultur sei zu ihrer Zeit eine andere gewesen, spielt sie auf kurze, wenig gesprächsintensive Sitzungen in der aktuelle Periode an. "Aber auch wenn wir uns früher in der Sache oft gefetzt haben, hatten wir doch immer ein gutes Verhältnis."

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