Mühsamer Anstieg: Derzeit müssen die Sportler über 300 Stufen bezwingen, um sich von der großen Olympia-Schanze zu springen. Foto: Kornatz

Lösung für Schanzen-Lift in Sicht - Prototyp für neue Tür in der Testphase

Garmisch-Partenkirchen - Der Fehler scheint gefunden - doch der Lift an der Olympia-Schanze läuft dennoch nicht. An der Tür soll es liegen. Eine neue Konstruktion durchläuft nun die Testphase. Das dauert.

62 Meter freischwebend über dem Gelände steht sie seit 2007 im Olympia-Skistadion - und zieht jede Menge Blicke auf sich. „Sie ist eben kein Modell von der Stange“, sagt Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen (SCP). Daher konnte die Anlage auch nicht mit einem herkömmlichen Lift ausgestattet werden. Der Prototyp, der Athleten und Besucher auf die Schanze befördern soll, hat zuletzt heuer beim Neujahrsskispringen versagt - die Türen im Aufzug und am Gebäude waren nicht kompatibel und ließen sich daher nicht mehr schließen. Der Fehler scheint nun gefunden, der Lift fährt trotzdem noch nicht: Die neuen Türen durchlaufen derzeit eine aufwändige Testphase - und die dauert.

Aussagen der Liftbauer zufolge, soll die Konstruktion Ende Oktober bis Anfang November stehen. „Ich hoffe, dass sie’s hinbringen“, unterstreicht Maurer, der sich nur ungern an „die peinliche Situation“ beim Neujahrsspringen erinnert, als die Teilnehmer die Schanze zu Fuß erklimmen mussten. Mittlerweile steht aber fest, dass die Anlage auch manuell betrieben werden kann. „Das ist eine echte Erleichterung."

Benötigt wird die Anlage im Herbst, wenn sich die Nationalmannschaft in der Eisspur auf die kommende Saison vorbereitet. Auch bei den Springern aus Österreich, der Schweiz und anderen Ländern sei diese Möglichkeit sehr beliebt, weiß Maurer. Um dieses Angebot aufrecht zu halten, werde nun geprüft, inwieweit der manuelle Betrieb dafür finanzierbar ist.

Dritter Bürgermeister Hannes Krätz (Freie Wähler) ist zuversichtlich, dass der Aufzug zum Neujahrsspringen 2012 fährt - ob manuell oder elektronisch. Bis es soweit ist, müssen die neuen Türen den von den Sicherheitsbehörden vorgeschriebenen Test bestehen: „Erst wenn sie 400 000 Mal problemlos funktioniert haben, werden sie freigegeben“, so Maurer.

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