Luxus-Campingplatz in Grainau: Flächennutzungsplan-Änderung noch nicht abgesegnet

Grainau - Im Fall des Luxus-Campingplatzes in der Schmölz heißt es Abwarten: auf eine Stellungnahme von der Regierung von Oberbayern - zur notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes.

Geht es nach Wilhelm Leiser und seiner Forum GmbH, dann sollen die ehrgeizigen Plänen für einen Luxus-Campingplatz in der Schmölz noch heuer umgesetzt werden. Ob dies wirklich geschieht, dazu kann Grainaus Bürgermeister Andreas Hildebrandt (CSU) derzeit noch nichts sagen. Die Gemeinde wartet auf eine Stellungnahme von der Regierung von Oberbayern - zur notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes.

„Ich kann nichts vorhersagen“, erklärte der Rathaus-Chef auf Anfrage und hielt sich mit Blick auf das laufende Projekt bedeckt. Was gesagt werden könne, sei im Gemeinderat besprochen worden. In dessen jüngster Sitzung hatte die Gemeinde betont, dass ihrer Ansicht nach ein neues Raumordnungsverfahren nicht notwendig ist. Schließlich habe die Regierung bereits die weitaus umfassenderen Pläne für ein Fünf-Sterne-Hotel, das ursprünglich auf der Fläche entstehen sollte, gutgeheißen. Wie berichtet, hatte sich der Ferienclub-Betreiber Aldiana dann aber aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen - und damit den Alternativ-Weg für einen Fünf-Sterne-Plus-Campingplatz frei gemacht.

Für dessen Planung, hieß es im Gemeinderat, liege mittlerweile die Stellungnahme des Landratsamtes vor. Darin sei festgehalten, dass es bezogen auf den Naturschutz keine grundsätzlichen Bedenken gebe. Es wurde jedoch die Vorgabe gemacht, die benötigten Gebäude nicht im Nordteil des Areals anzusiedeln - da der Waldbereich erhalten bleiben soll. Ein Fakt, der Bürgermeister Hildebrandt zufolge aber bereits in dem Bebauungsplan-Entwurf „Tourismusgebiet in der Schmölz“ berücksichtigt worden sei.

Einen Streitpunkt liefert jedoch noch immer die benötigte Zufahrt zum Areal. „Die Erschließung über den Norden ist noch nicht gelöst“, sagte Hildebrandt, der weder eine aufwändige Brücke über den Hammersbach noch die bestehende Privatstraße „Am Schmiedenrain“ als Lösung sieht. „Allein vom Kurvenradius wäre etwa eine westliche Zufahrt zum geplanten Campingplatz für ein Caravan-Gespann ein Unding“, argumentierte der Rathaus-Chef. Er könne sich jedoch vorstellen, die Zufahrt auf der anderen Seite des Hammersbach beim heutigen „Grill-Rustico“ zu verwirklichen.

Details, über die dann gesprochen werden muss, wenn es um die Ausarbeitung des Bebauungsplans geht. Das wäre der nächste Schritt - sollte es Post mit positivem Inhalt von der Regierung geben.

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