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Mitgefiebert mit Magdalena haben in Antholz (v. v. l.) Walter Möslein, Werner und Ingrid Schlepps, (h. v. l.) Alexandra und Robert Mittermeier sowie Silke und Helmut Meier. Foto: fkn

Magdalena-Neuner-Fanclub erlebt in Antholz Wechselbad der Gefühle

Wallgau - Sie fieberten mit ihrer Heldin im Schießstand mit, feuerten sie bis zur letzten Sekunde an. Auf den Wallgauer Magdalena-Neuner-Fanclub war auch in Antholz Verlass.

„Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, erinnert sich Eva Möslein, Schriftführerin des Magdalener-Neuner-Fanclubs, an das Wechselbad der Gefühle, das sie in Antholz erlebte. „Wir haben alle mitgelitten.“

Magdalena Neuner ärgert sich über ihre Schießleistung.

Um sieben Uhr trafen sich am Sonntag 70 Biathlon-Begeisterte in Wallgau und machten sich auf, im 170 Kilometer entfernten Antholz ihrem Star die Daumen zu drücken. Dass es so spannend werden würde, konnten sie da noch nicht ahnen. Die Stimmung war gut, obwohl auf die Würstl, die der neue Wirt vom Haus des Gastes, Manfred Gmeinwieser, versprochen hatte, verzichtet werden musste. Er hatte sie zu Hause im Kühlregal vergessen. Doch das tat der guten Laune keinen Abbruch.

Als die beiden Busse nach drei Stunden endlich in Antholz ankamen, war es so weit. Bei strahlendem Sonnenschein startete Magdalena Neuner im Massenstart. „Es war der Wahnsinn“, haderte Möslein mit dem hohen Tempo, das die Isartalerin einmal mehr an den Tag legte. „Die Magdalena kann einfach nicht hinterher laufen und sich im Windschatten ausruhen.“ So sollte es nicht lange dauern, bis die sechsfache Weltmeisterin einen Vorsprung von 50 Sekunden inne hatte. Immerhin habe sie wenigstens die ersten 15 Scheiben „weggefegt“, so die Fanclub-Schriftführerin in ihrer Analyse.

Dann kam es zum letzten und entscheidenden Schießen. 15 000 Zuschauer, darunter natürlich die 70 Wallgauer Schlachtenbummler, konzentrierten sich nur auf die Ausnahme-Sportlerin aus ihrem Dorf. „Wir haben sämtliche Finger verknotet“ verrät Möslein. Das hat aber nicht geholfen, denn alle fünf Scheiben blieben zum Schrecken der Neuner-Fans stehen. Die Stimmung sei schon dementsprechend gedrückt gewesen, gibt Möslein zu.

Zurück in Wallgau gab es noch eine Überraschung: die vergessenen Würstl. „Auf dem Rathausplatz waren Bierbänke aufgestellt, und wir konnten uns an warmen Regensburgern satt essen“, meint Möslein. „Die Welt war wieder in Ordnung.“

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