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Der Kanadier Brock Sheahan verteidigt nächste Saison für den SC Rissersee.

Mannschaft komplett: SC Riessersee verpflichtete Kanadier Brock Sheahan

Garmisch-Partenkirchen - Der 27-Jährige Verteidiger von den Cincinnati Cyclones aus der East Coast Hockey League ist die letzte Neuverpflichtung des Zweitliga-Aufsteigers.

Brock Sheahan wird in der kommenden Zweitliga-Saison für den SC Riessersee verteidigen. Der 27-jährige Kanadier, der in der East Coast Hockey League (ECHL) für die Cincinnati Cyclones spielte, erhält einen Ein-Jahres-Vertrag und macht den SCR-Kader komplett. „Ich habe über Sheahan nur Gutes gehört. Jeder, bei dem ich mich über ihn informiert habe, lobte ihn in den höchsten Tönen“, sagt Bader.

Sheahan gewann in der Saison 2009/10 mit Cincinnati den Kelly Cup, der seit 1997 an den Sieger der Playoffs der ECHL - in Nordamerika die dritte Liga - verliehen wird. Der Defensiv-Spezialist - in der Meistersaison erzielte er vier Tore, vergangenes Jahr zwei - zählte zu den tragenden Säulen der Cyclones, war zuletzt sogar stellvertretender Kapitän. „Sheahan war die letzte Verpflichtung, die wir tätigen werden. Zwei Torhüter, acht Verteidiger und elf Stürmer müssen reichen“, sagt Bader. „Unser Etat ist damit ausgereizt.“

Mit dieser Aussage erklärt Bader auch das Thema George Kink für erledigt. Der Außenstürmer, der in der vergangenen Spielzeit zu außerordentliche Leistungen aufgelaufen war, hatte sich mit Bader finanziell nicht auf ein weiteres Engagement beim SCR einigen können. Der Außenstürmer versucht nun, in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) unterzukommen. Wenn der EHC München ab der kommenden Woche ein Trainingslager in Garmisch-Partenkirchen bezieht, darf der Noch-28-Jährige bei EHC-Trainer Pat Cortina vorspielen und sich für einen Vertrag empfehlen. „Ich wünsche ihm, dass er den Try-out erfolgreich absolviert“, sagt Bader.

Wenn nicht, steht Kink ohne Club da. Ein Hintertürchen sieht Bader , durch das Kink trotz aller wirtschaftlichen Zwänge noch in den Riesserseer Kader schlüpfen könnte. Es müsste sich ein „Gönner finden, der Kinks Gehalt übernimmt. Natürlich hätte ich ihn gerne in unserem Team gesehen, doch unser Geld ist verteilt und Schorschi kein 400-Euro-Spieler.“

Der Geschäftsführer der SC Riessersee Eishockey Vermarktungs GmbH arbeitet weiter an der Sponsorenakquise, um den Haushalt auf eine breitere Basis zu stellen. Da selbst zwei Stellen auf dem Trikot noch blank sind, „gibt es noch viel zu tun“. Auch, weil der Dauerkartenverkauf im Vergleich zum Vorjahr kaum angezogen hat. Bis heute läuft noch die Rabattaktion. Mit „31 Spiele sehen, nur 22 bezahlen“ wirbt Bader. Rund 200, nennt Geschäftsstellenleiter Paul Karl, seien an den Mann gebracht. Als Renner, neun Spiel für umsonst zu sehen, bei den Fans kann diesen Anreiz nicht bezeichnen.

Peter Reinbold

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