Montessori-Schule frühestens 2011 eröffnet

Garmisch-Partenkirchen/Grainau - Anders als geplant: Statt heuer kann die geplante Montessori-Schule erst nächstes Jahr mit dem Unterricht beginnen. Ob das Haus in Grainau, in dem die Einrichtung untergebracht werden soll, dann noch frei ist, bleibt fraglich.

„Die notwendigen Unterlagen müssen bis Ende Januar bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden", erläutert die Initiatorin Margarete Fischer das Problem. „Das schaffen wir leider nicht." Erforderlich sind die konkrete Anzahl der angemeldeten Schüler, ein Finanzierungsplan für das Projekt und eine geregelte Trägerschaft. Eigentlich wollte Fischer gemeinsam mit Sabine Schmid sowie Sabine Reif bereits heuer Kinder in einer neuen Privatschule begrüßen. Bei einer ersten Info-Veranstaltung hatten 15 Eltern Interesse bekundet.

Als Träger soll der bereits existierende Förderverein auftreten. Die Organisation war schon Träger der privaten „Richard-Strauss-Schule“, die vor drei Jahren an räumlichen und finanziellen Schwierigkeiten scheiterte. Der Vorstand von damals existiert seither nur noch auf dem Papier. Zusammen mit weiteren Eltern wollen die drei Initiatorinnen den Vorstand des Fördervereins komplett ablösen und sich neu aufstellen Insgesamt sind bereits sechs Elternteile bereit, sich für die Montessori-Schule im Verein zu engagieren. „Zwei Leute fehlen uns aber noch“, betont Fischer. „Sonst scheitert das Projekt.“

In zirka zwei Monaten planen die drei engagierten Mütter einen zweiten Info-Abend für Eltern, bei dem die Formalitäten geklärt werden sollen.

Mit der Verzögerung ergibt sich ein weiteres Problem: Wenn die Einrichtung noch heuer eröffnet worden wäre, hätte es eine passende Immobilie für die Schule gegeben. Das Haus in Grainau, in dem derzeit die Schwestern von der Kongregation der heiligen Elisabeth untergebracht sind, wird im Mai frei. „Der Orden löst die Außenstelle in Grainau auf“, bestätigt Provinzoberin Schwester Dominika.

Ob das Gebäude, das der Organisation selbst gehört, ein weiteres Jahr frei bleibt, ist noch nicht absehbar. „Eine Nachnutzung als Montessori-Schule wäre schon interessant“, meint die Ordensschwester. Sie sei darum bemüht, dass das Haus weiterhin für soziale Zwecke genutzt wird. Für die Schule wäre das dreigeschossige und möblierte Haus gut geeignet.

Doch ob die Montessori-Schule wirklich zum Zug kommt, muss sich erst zeigen. „Derzeit wird ein Gutachten erstellt, das den Wert der Immobilie ermittelt“, erklärt Schwester Dominika. Wenn das vorliege, werde über die weitere Verwendung entschieden. Ausschlaggebend ist dabei auch, ob es weitere Interessenten für die Immobilie gibt.

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