Münchner Tourengeher (38) von Lawine begraben

Scharnitz/Mittenwald - Tragödie im Tiroler Karwendelgebirge: Ein Münchner ist am Sonntag beim Aufstieg zur Seekarspitze in eine Lawine geraten. Die Suche nach ihm wurde am Montag ergebnislos abgebrochen.

Seine besorgte Lebensgefährten verständigte am Sonntagabend die Rettungskräfte. "Wir sind sofort ausgerückt", berichtet Einsatzleiter Thomas Lehner von der Scharnitzer Bergwacht. Nach ergebnisloser Suche ging's am Montag bis 17 Uhr weiter. Die Bergwacht Mittenwald unterstützte die Kollegen aus Scharnitz. Insgesamt waren 45 Rettungskräfte und drei Hubschrauber unterhalb des 2677 Meter hohen Gipfels an der grenzüberschreitenden Aktion beteiligt.

Die Lawine hat laut Lehner gewaltige Ausmaße: Sie fraß sich auf einer Breite von 285 Metern rund 400 Meter nach unten. Die entfesselten Schneemassen haben eine Höhe von zehn bis 15 Metern. Die mehrstündige Suche musste auch montags ergebnislos abgebrochen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der seit über 36 Stunden Vermisste noch lebend geborgen werden könne, so Lehner, werde somit immer geringer. Zumal der Münchner ohne Verschüttetensuchgerät aufgebrochen war.

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