Hilfe vor Ort: Rund 30 Sanitäter kümmerten sich damals um die betroffenen Kinder aus der Klasse 8a. Foto: Thomas Sehr

Nach Chemie-Unfall in der Realschule: Anzeige gegen Lehrer

Garmisch-Partenkirchen - Für den Lehrer hatte ein Chemie-Unfall im Unterricht an der Zugspitz-Realschule im Dezember ein Nachspiel. Er erhielt eine Anzeige.

„Bei der Staatsanwaltschaftist eine Anzeige gegen den Lehrer eingegangen“, berichtet Konrad Rutzinger nach Abschluss der Ermittlungen zu dem Chemie-Unfall an der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen. „Bei dem Experiment sollte es einen Effekt wie bei Sternwerfern geben“, erklärt der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Stattdessen kam es zu einer Verpuffung.

Der missglückte Versuch löste im Dezember 2009 einen Großeinsatz für Rettungskräfte aus. 17 Schüler mussten wegen Übelkeit und Schwindel in Kliniken behandelt werden. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Unfall im Chemieunterricht - die Bilder

Unfall im Chemieunterricht

Zumindest die Unfallursache steht inzwischen fest: „Es handelte sich um eine Überdosierung von Schwefel und Aluminium“, sagt Rutzinger. „Es wurde Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt beim Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen beantragt", bestätigt Oberstaatsanwältin Andrea Tietz.

Doch das Gericht entschied anders. „Das Verfahren ist gegen eine Zahlung von 500 Euro ans Caritas-Zentrum Garmisch-Partenkirchen eingestellt worden“, erklärt Direktor Christian Pritzl. Diese Möglichkeit habe auch die Staatsanwaltschaft vorgeschlagen. (jpa)

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