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Zu klein: Die Kabinen der Eibsee-Seilbahn befördern nur 300 Personen pro Stunde auf die Zugspitze. Ziel ist es, nach der Ski-WM die Anlage möglichst zu erneuern.

Neubau der Eibsee-Seilbahn nach der Ski-WM

Garmisch-Partenkirchen - Mit Deutschlands höchstem Berg verfügt die Bayerische Zugspitzbahn über ein Alleinstellungsmerkmal. Neben Investitionen ins Skigebiet hat der Neubau der Eibsee-Seilbahn Priorität.

Circa 30 Millionen Euro kalkuliert der Techniker für den Neubau der Anlage, die allerdings frühestens nach der Ski-Weltmeisterschaft realisiert werden kann: „Jetzt schultern wir erst einmal die WM, dann machen wir uns Gedanken über die Eibsee-Seilbahn und den Ausbau des Skigebiets.“ Zu den Kosten – „ein Vielfaches der Hausbergbahn“ – komme noch der Betriebsausfall, sagt Huber. Während der Bauphase sei der Gipfel nur mehr mit Einschränkungen zu erreichen: „Egal wie wir’s schaffen, wenn die Bahn ein halbes Jahr, einige Monate oder zwei Saisonen nicht fahren kann, kostet uns das Geld und Gäste. Das ist für mich eigentlich die größte Herausforderung.“

An der Notwendigkeit dieses Vorhabens hält Huber trotzdem fest: Die Anlage sei mittlerweile fast 50 Jahre alt, erklärt er. Technisch sei sie aber auf dem neuesten Stand, „nachdem vor drei Jahren die Talstation, der Antrieb und die Steuerung komplett erneuert wurden“. In Garmisch-Partenkirchen und Umgebung, unterstreicht er, „ist sie die modernste Pendelbahn, die wir haben“. Von der Förderleistung sei sie jedoch „von anno dazumal“. 40 Menschen passen in die Kabine, pro Stunde befördert die Anlage maximal 300 Personen auf den Gipfel. „Das dreifache, wenn nicht das vierfache an Kapazität wäre hier wünschenswert“, sagt Huber.

Vor der Anlage, die über zwei Stützen die 4453 Meter vom Eibsee zum Gipfel überwindet, „müssten die Schlepplifte am Wetterwandeck durch einen Sessellift ersetzt werden“, meint Huber. Dessen Realisierung hänge allerdings stark mit der Finanzierung der Projekte im Classic-Gebiet und der Kreuzjoch-Bahn zusammen. „Geplant wäre eigentlich, dass zur Ski-WM oben ein zweiter Sessellift steht.“ Nachdem im kommenden Jahr Investitionen im Classic-Gebiet anstehen, könnte der Bau im Frühjahr/Sommer 2010 über die Bühne gehen und die Anlage dann in der Wintersaison 2010/11 in Betrieb gehen.

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