+
In Garmisch-Partenkirchen soll eine Alpine Hochschule für Nachhaltigkeit entstehen.

Neue Impulse durch Hochschule für Nachhaltigkeit

Garmisch-Partenkirchen - Das Angebot an weiterführenden Schulen zu erweitern und zu stärken, nennt Landrat Harald Kühn „sehr wünschenswert“. Dafür stellt er sich eine Alpine Hochschule für Nachhaltigkeit vor.

Ideen, das Bildungsangebot im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit einer Hochschule zu stärken, gab es etliche. Von Gesundheit bis zu Tourismus reichten die Vorschläge, von denen bislang keiner realisiert wurde. Mit einem neuen Vorstoß hat sich Landrat Harald Kühn (CSU) jetzt an seine Parteifreunde, Ministerpräsident Horst Seehofer und Umweltminister Markus Söder gewandt: Ihm schwebt eine interdisziplinäre Einrichtung vor, eine Alpine Hochschule für Nachhaltigkeit. Im Rahmen der Landkreisentwicklungsstudie, durch die Betätigungsfelder neben dem Fremdenverkehr zur Stärkung der Region aufgezeigt werden sollen, sei dieser Gedanke entstanden, erklärt Kühn. „Die Themen, die bearbeitet werden können, sind vielseitig, von Berglandwirtschaft über Tourismus und Verkehr bis zur Erschließung der Alpen.“

Das Konzept, das Thomas Bausch, Leiter des Alpenforschungsinstituts und Professor an der Fakultät für Tourismus der Hochschule München, entwickelt hat, liege dem Umweltministerium und der Staatskanzlei bereits vor. „Derzeit wird unser Vorschlag geprüft“, weiß der Landrat. „Nachdem das Thema sehr komplex ist, dauert das wohl etwas.“ Wichtig ist Kühn dabei, dieses Vorhaben unabhängig von Großveranstaltungen zu sehen, auch wenn er einräumt, dass sich eine Hochschule für Nachhaltigkeit „durchaus als olympisches Erbe anbieten würde“. Passend zur Dekade 2005 bis 2014, die die Vereinten Nationen (UN) unter den Schwerpunkt „Bildung für Nachhaltigkeit“ stellen, kann er sich die Ansiedlung einer solchen Einrichtung vorstellen. Ziel der UN ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. „Das könnte ein echtes Leuchtturmprojekt werden“, ist auch Bausch überzeugt. (tab)

Auch interessant

Kommentare