Den Oberauern stinkt’s: Seit Jahrzehnten kämpfen die Bürger für eine Ortsumfahrung. Der Protestmarsch heuer im Oktober soll noch größer werden als der von 2010. Foto: veo

Neue Runde im Kampf für Ortsumfahrung

Oberau - Nach dem Olympia-Aus fürchten die Oberauer um ihre seit über 40 Jahren ersehnte Verkehrsentlastung. Daher startet die Bürgerinitiative VEO mit vielen Aktionen in den Herbst.

Der Frust in Oberau ist gewaltig: „Wir haben große Angst, dass das Geld für unsere Umfahrung nicht fließt“, sagt Josef Bobinger, Sprecher der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Oberau (VEO). Nach dem Aus für die Olympischen Winterspiele 2018 in München und Garmisch-Partenkirchen herrscht Schweigen. Von keiner Seite - weder vom Freistaat oder vom Bund, von von den für den Landkreis zuständigen Mandatsträgern - haben Bobinger und seine Mitstreiter gehört, wie es mit dem Millionen-Projekt weitergeht. Deshalb treffen sie sich am morgigen Donnerstag und besprechen weitere Aktionen.

Eine der ersten ist ein Brief an das Bundesverkehrsministerium, den sie an alle Oberauer verteilen, auf dass die diesen dann nach Berlin schicken. „Wir bereiten über 3000 dieser Bürgerbriefe vor“, kündigt Bobinger an. Tenor des Ganzen: Eine Gemeinde mit zwei Bundesstraßen über die in Spitzenzeiten täglich bis zu 47 000 Fahrzeuge rollen, sei nicht lebenswert. Daher fordern sie, „die für den baldigen Baubeginn der seit über einem Jahr baureifen Ortsumgehung erforderlichen Finanzmittel zeitnah bereitzustellen“. Neben dieser Aktion steht bereits fest, dass die Oberauer im Oktober wieder auf die Straße gehen: „Wir wollen unseren Protestmarsch heuer sogar ausweiten“, kündigt Bobinger an. Schon jetzt ist er gespannt, welche Politiker - „wir laden alle ein“ - daran teilnehmen. (tab)

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