Neuer Vorstand der Zugspitzbahn

Garmisch-Partenkirchen - Peter Theimer will weiter ins Classic-Gebiet und in die Zugspitze investieren.

Die Weichen für seinen Umzug ins Werdenfelser Land waren bereits gestellt. Dass er jetzt ein Jahr früher als vorgesehen und noch dazu in ausgesprochen spannender Stellung nach Garmisch-Partenkirchen gekommen ist, freut Peter Theimer. Seine ersten vier Wochen hat der neue kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) nun hinter sich und wurde bereits "gut mit Informationen gefüttert". Wichtig, findet es der 38-Jährige, dass er sich zunächst in die Historie, Verträge und Geschäftsverbindungen des Bergbahn-Unternehmens einarbeitet.

Das Skigebiet kennt der zweifache Familienvater bereits durch seine sportlichen Aktivitäten ­ sei's Skifahren, Wandern oder Berglauf. Ehe es Theimer vor neun Jahren beruflich ins Ausland verschlagen hatte, zuletzt fungierte er als Geschäftsführer einer Holding GmbH in Shanghai, lebte er in München und verbrachte seine Freizeit meist in der hiesigen Bergwelt. Und als er dann in Asien arbeitete, kaufte sich die vierköpfige Familie eine Ferienwohnung in der Marktgemeinde. "Im Sommer ist es dort heiß und schwül, daher haben meine Frau und die Kinder immer ein paar Monate in Deutschland verbracht." Dass daraus jetzt eine Dauer-Einrichtung geworden ist, "genießen sie sehr". Und auch Theimer "findet's klasse", dass er in seiner Wahlheimat einen adäquaten Job gefunden hat und nicht der Arbeit wegen nach München pendeln muss.

Die Herausforderung sieht der Kaufmann, der aus Oberottmarshausen bei Augsburg kommt, darin, das Skigebiet noch attraktiver zu machen. "Der Neubau von Hausberg- und Kreuzeckbahn war wichtig", ist er überzeugt. Auch dass wohl kommende Saison alle vier Talabfahrten im Classic-Gebiet beschneit werden, hält er für einen bedeutenden Schritt in diese Richtung. Ein Projekt, an dem er schon jetzt mitwirkt, ist die Erneuerung der Kreuzjochbahn ­ "hierfür laufen schon die landschafts- und seilbahnrechtlichen Vorbereitungen". Ein Papier, auf das er dabei zurückgreift, ist das Sanierungskonzept seines Vorvorgängers Rolf Vonau. Neben den Vorhaben im Classic-Gebiet und auf Deutschlands höchstem Berg ­ "auch hier brauchen wir neue Liftanlagen und müssen über Beschneiung nachdenken" ­ setzt Theimer darauf, das "Premiumprodukt Zugspitze" entsprechend zu vermarkten und außerdem im Sommer attraktiv zu machen.

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