Nicht alle essen gleichzeitig

Garmisch-Partenkirchen - Das Snow Village in Garmisch-Partenkirchen soll kleiner werden. Das ist das Ziel von Bürgermeister Thomas Schmid, seit er das Olympische Dorf der Spiele in Vancouver gesehen hat.

Fünf Tage war Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid in Kanada. Aus seinen Beobachtungen hat er seine Schlüsse für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 und das Snow Village gezogen: „Wir müssen dafür die richtige Dimensionierung finden“, meint Schmid. „Ich habe in Vancouver den Eindruck gewonnen, dass wir zu groß planen."

An der Zahl von rund 2500 Athleten und Betreuern sei sicher nicht zu rütteln, erläutert der Bürgermeister, aber die Infrastruktur will er zur Diskussion stellen. Er nennt ein Beispiel: Der Aufenthaltsraum im Dorf mit einer Bar, Billard-Tischen und Sitzgruppen sei in Garmisch-Partenkirchen etwa viermal so groß geplant wie er in Whistler tatsächlich war. Dass der Bereich eben nicht so riesig war, „das fanden die Sportler super heimelig“, sagt Schmid. Sein Fazit: „Wir wollen ein schönes Dorf errichten mit einem großen Erbe, und wir müssen sicher alles rund um die Uhr möglich machen, aber es werden nie 2500 Dorfbewohner gleichzeitig ein Angebot nutzen.“

Deshalb steht für ihn auch fest, dass das Snow Village gegebenfalls auch ohne Privatgrundstücke zu verwirklichen ist. „Mit den Privaten gibt es in jedem Fall eine gefälligere Lösung.“ Also setzt die Verwaltung auch die Gespräche mit den Eigentümern fort. (matt)

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