Musste schon auch mal laut werden: SCR-Trainer Marcus Bleicher. foto: CF
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Musste schon auch mal laut werden: SCR-Trainer Marcus Bleicher. foto: CF

Noch ist Zeit für Fehler

Garmisch-Partenkirchen - SCR-Trainer Marcus Bleicher möchte sich in den ersten Partien ein Bild von seinem Team machen

von christian fellner

Garmisch-Partenkirchen - An seinen Einstand als Trainer des SC Riessersee kann sich Marcus Bleicher noch gut erinnern. Es war kein schöner Abend für den Füssener: 2:9 unterlag sein frisch aufgestiegenes Zweitliga-Team im August 2007 dem Erzrivalen Bad Tölz - eine Schmach. Und weil er immer einen Scherz auf den Lippen hat, blickt er ganz locker auf sein Comeback an diesem Samstag: „Schlimmer kann’s diesmal ja wirklich ned werden. Aber dieses Mal kommt ja ein anderer Gegner.“ Der EV Landshut gastiert zur Saisoneröffnung im Eisstadion (18 Uhr), am Sonntag geht’s gleich wieder zum Rückspiel nach Niederbayern.

13 Eiszeiten hat Bleicher bisher gezählt. Ein erstes Fazit zu ziehen, fällt dem 42-Jährigen nicht leicht. „Manchmal war’s positiv, manchmal aber auch negativ, einfach sehr unterschiedlich.“ Das wertet er aber als normal für ein kräftezehrendes Trainingslager, wie es der SCR gerade in den heimischen Hallen mit drei Einheiten pro Tag durchzieht. Was auffällt: „Die DNL-Spieler haben ein bisschen Probleme“, betont Bleicher. „Aber sie haben ja auch noch vier oder fünf Wochen. Die Jungs dürfen Fehler machen. Das ist okay. In jedem Fall sind alle gewillt und zerreißen sich.“

Die ersten Testpartien will der Coach nutzen, um sich ein Bild von seinem Team zu machen. „Training und Spiel sind einfach zwei paar Stiefel“, stellt er klar. „Es werden alle noch ein bisserl zittrig sein.“ Auch einige der Routiniers benötigen viel Eiszeit, um wieder Spielpraxis zu sammeln. Er nennt etwa Torhüter Harti Wild. „Er war ein Jahr nicht im Kasten, er muss da wieder reinkommen.“ Daher wird es - wenn nichts passiert - auch vorerst keinen Wechsel mit Sebastian Weiß geben. „Er wird jetzt erst einmal spielen.“ Nach den ersten Einheiten hält er schon große Stücke auf seine Nummer eins: „Er macht einen sehr guten Eindruck, und körperlich ist er topfit. Ihm muss ich jetzt nur die Praxis geben.“ Gleiches gelte für Andreas Raubal, Tobias Biersack, Patrick Zimmermann oder Justin Zilla. „Die haben ja alle fast ein Jahr nicht gespielt und nur zuschauen dürfen.“

Um speziell den Jungen den Einstieg zu erleichtern, hat Bleicher sie auf die Blöcke verteilt. „Es spielt immer einer mit zwei Erfahrenen.“ Justin Zilla wird mit Kyle Doyle und Michael Rimbeck einen Sturm bilden, Andreas Feuerecker verteidigt mit Raubal, Zimmermann ergänzt die Reihe mit Tim Regan und Florian Vollmer. Sepp Lehner soll DNL-Spieler Marcus Weber führen, Matthias Mayr bekommt jeweils einen Routinier an die Seite. Einen vierten Sturm bilden Maximilian Reindl sowie Michael Schöppl und André Gerartz aus dem DNL-Team. „Ich werde mir alle anschauen. Die Jungen sollen zeigen, was sie können.“

Einen zweiten Ausländer wird es derweil noch nicht geben. „Wir machen uns Gedanken“, gibt Bader zu. „Aber ich will jetzt erst einmal sehen, wie es ohne läuft.“ Vorstellen könnte er sich, für vier Wochen einen Spieler zur Probe zu engagieren. „Der macht dann die letzten Wochen der Vorbereitung mit und eventuell die ersten vier Punktspiele. Das könnte ein junger College-Boy sein.“ Entschieden ist freilich noch nichts in dieser Sache. Klar ist hingegen, dass Berthold Hartelt Bleicher wieder als Co-Trainer assistiert. „Er ist ein guter Kerl und hat immer eine passende Analyse parat.“ Und beim 2:9 gegen Tölz vor drei Jahren war er auch schon dabei.

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