Kennt die unbefriedigende Verkehrssituation im Landkreis aus eigener Erfahrung: Innenminister Joachim Herrmann. Foto: Archiv

Ohne Sondertopf vorerst kein Wanktunnel

Landkreis - Die Straßenbau-Projekte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen beschäftigen auch Innenminister Herrmann: Sicher ist, ohne Olympia-Zuschlag ist der Wanktunnel erst einmal nicht realisierbar.

Für den Garmischer Kramertunnel steht die Finanzierung, die Oberauer Umfahrung hat Baurecht – allein damit sind die Verkehrsprobleme im Landkreis Garmisch-Partenkirchen allerdings nicht gelöst. Im Tagblatt-Interview spricht der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) über die laufenden und anstehende Straßenbau-Projekte – wie die Partenkirchner Umfahrung: "Der Wanktunnel ist im Bundesverkehrswegeplan nur im weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft. Wir haben jetzt mit der Planung begonnen, das heißt, dass ein Vorentwurf erstellt wird", erklärt Herrmann. "Damit hätten wir die Möglichkeit, sollte es tatsächlich zur Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 an München mit Garmisch-Partenkirchen kommen, die Planungen schnell voranzutreiben. Dafür braucht’s natürlich Sondergelder aus Berlin, damit wir diesen Tunnel noch bis Ende 2017 hinbekommen. Wir schätzen die Kosten für den Wanktunnel auf 120 Millionen Euro. Der Kramertunnel kostet 133, die Umfahrung von Oberau 140 Millionen Euro. Angesichts dieser Summen muss jeder wissen: Wenn wir das Geld, das wir vom Bund bekommen, einigermaßen gerecht auf Bayern verteilen, wird mit den normalen Mitteln des Bundesfernstraßenbaus für den Freistaat der Wanktunnel wohl nicht vor dem nächsten Jahrzehnt realisierbar sein." (tab)

Das vollständige Interview lesen Sie in der Mitwochausgabe des Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatts.

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