Olympia 2018: Pläne für Biosphärenreservat gekippt

Garmisch-Partenkirchen - Es gab zu wenig Unterstützung dafür in der Region: Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 hat die Pläne für ein UNESCO Biosphärenreservat begraben.

Ein erstes „Leuchtturmprojekt“ im Umweltkonzept der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 wird wohl nicht strahlen: Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 hat die Pläne für ein UNESCO-Biosphärenreservat in Garmisch-Partenkirchen begraben. „Es gab kaum Unterstützung in der Region, im Gegenteil“, bedauert der Leiter für Umweltangelegenheit, Boris Schwartz. „Es ist nicht möglich, so ein Projekt von oben aufzudrücken, das wollten wir auch nie.“ Im ersten Bewerbungsdokument, dem Mini Bid Book, das Geschäftsführer Willy Bogner am Montag persönlich dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne übergeben hatte, ist es schon nicht mehr enthalten.

Vor allem mit seinem Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept möchte die Münchner Bewerbung bei der Vergabe der Spiele 2018 punkten. Daher hatte die Fachkommission von Umwelt- und Naturschutzverbänden mit der Deutschen Sporthochschule in Köln und dem Öko-Institut 18 Leitprojekte erstellt. „Es werden jetzt nicht 17“, kündigt Schwartz schon an. Vielmehr will die Expertengruppe Gleichwertiges suchen und in der Region diskutieren. (matt)

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