München ist offizieller Kandidat: Über diese Nachricht vom Internationalen Olympischen Komitee freuten sich gestern (v. l.) Arno Nunn, die Ex-Skistars Rosi Mittermaier und Christian Neureuther sowie Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid und dessen Frau Denise in der Landeshauptstadt. foto: schlaf

Olympia 2018: So sieht der Deal mit den Bauern aus

Landkreis - Bis zu 15 000 Euro pro Jahr für einen Hektar Land: Die Bewerbungsgesellschaft hat ihren Vertragsentwurf vorgelegt.

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Wie viel Geld lässt die Olympia-Bewerbungsgesellschaft ins Werdenfelser Land fließen, damit Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau bei den Winterspielen 2018 mit im Boot sind? Eine Frage, auf die es jetzt Teilantworten gibt: Denn inzwischen haben die Verantwortlichen den Grundeigentümern, die ihre Flächen für Olympia zur Verfügung stellen sollen, ein Angebot unterbreitet.

Der Vertragsentwurf, der der Heimatzeitung vorliegt, wird den Betroffenen derzeit in Oberammergau ans Herz gelegt. Bernhard Schwank, Geschäftsführer des Bewerbungsteams, fährt dazu selbst in die Region hinaus. Im Gepäck hat er umfangreiche Absicherungen für die Eigner, von denen viele Landwirte sind.

So übernimmt die Gesellschaft und später das Organisationskomitee die Haftung für die Wiederherstellung der temporär genutzten Flächen und mögliche irreparable Schäden. Die Bauern können zudem einen so genannten Nutzungsausfall, Erschwernisse bei der Bewirtschaftung von Restflächen, Steuerausfälle und das Wegbrechen von Fördergeldern in Rechnung stellen. Filetstück der Vereinbarung ist die Entschädigung, die gestaffelt ausgezahlt werden soll. So bekommen die Besitzer pro Jahr und Quadratmeter Grund zwischen 50 Cent und 1,50 Euro. Für eine Fläche mit einer Größe von einem Hektar, auf der ein Stadion gebaut wird, würden demnach jährlich allein bis zu 15 000 Euro Entschädigung bezahlt.

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