Panorama-Kamera auf dem Kranzberg: "Rausgeschmissenes Geld"?

Mittenwald - Die vor drei Jahren installierte Panorama-Kamera auf dem Mittenwalder Kranzberg ist in die Kritik geraten. Für Gemeinderat Adolf Merk ist sie "rausgeschmissenes Geld".

Installiert wurde die 35 000 Euro teure Panoramakamera am 11. November 2004 auf dem Kranzberg. Drei Wochen später sendete der Bayerische Rundfunk erstmals im Frückstücksfernsehen (7.30 bis 9 Uhr) 180-Grad-Bilder von Wallgau bis zum Brunnstein.

Pro Jahr müssen die Gemeinden Mittenwald, Krün und Wallgau rund 13 000 Euro berappen, damit auch weiterhin im Dritten Impressionen aus der "Alpenwelt Karwendel" über den Äther gehen. Erst 2007 wurde der Vertrag bis 2009 verlängert.

Das Geld sollte sich der Tourismusverbund sparen. Zu dieser Erkenntnis soll nun der geistige Vater der "Alpenwelt", Thomas Bausch, nach einer Telefon-Befragung gekommen sein, wie Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger gegenüber dem Tagblatt bestätigt.

Er selbst findet die Kamera "nicht verkehrt". Bei Gäste-Ehrungen werde ich oft auf das Frühstücksfernsehen angesprochen". Auch für das Segment "Naherholer" sei der Werbewert dieser Bilder nicht zu unterschätzen.

Ähnlich sieht es Wallgaus Bürgermeister-Kandidat Peter Schäfer junior. Er hatte vor über drei Jahren gemeinsam mit dem Mittenwalder Touristikvereinschef Ludwig Knilling und einem Vertreter der beauftragten österreichischen Firma Feratel das Gerät auf Mittenwalds Sonnenberg installiert. "Lange Zeit war es doch das einzige Medium, das wir hatten", meint Schäfer. Im Webcam-Zeitalter verfüge man nun aber via Internet über zusätzliche Möglichkeiten.

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