+
Entsteht im Innenhof eine erweiterte Tiefgarage? Die Räte des Kreisausschusses stimmten für eine große Variante mit 39 Stellplätzen. Dies muss von der Verwaltung geprüft und vom Kreistag abgesegnet werden. 

Ausbau-Kosten auf 1,5 Millionen Euro veranschlagt

Parkplatz-Probleme am Landratsamt: Wird die Tiefgarage erweitert?

Landkreis - Parkplätze sind am Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen Mangelware. Ist der Umbau erst abgeschlossen, könnte die Lage noch schwieriger werden. Um einem Mangel an Stellplätzen vorzubeugen, gibt es nun Überlegungen, die Tiefgarage zu erweitern. 

Mitarbeiter des Landratsamtes in Garmisch-Partenkirchen, die einen Parkplatz ergattern wollen, müssen früh aufstehen. Dies liegt vor allem an den Bauarbeiten auf dem Gelände an der Olympiastraße. Der Innenhof, auf dem Besucher ihre Autos bislang abgestellt haben, ist aufgrund der Gesamtsanierung des Areals nur teilweise nutzbar. Doch das Platzproblem stellt sich nicht nur temporär. Auch zukünftig könnte es zu Engpässen kommen. Etwa, wenn mehr Personal eingestellt werden muss, oder vermehrt Besucher auf dem Gelände parken wollen. Aus diesem Grund gibt es nun Überlegungen, die bestehende Tiefgarage, die 30 Stellplätze bietet, zu erweitern. Dies wurde in der Sitzung des Kreisausschusses bekannt.

Aktuell können Mitarbeiter zudem hinter dem Gebäude C (Neubau) 37 Autos abstellen, weitere Parkmöglichkeiten für Beschäftigte und Besucher stehen hinter dem Gebäude A und parallel zur Olympiastraße zur Verfügung. Wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, sollen auf dem Landratsamtgelände um die 100 Stellplätze nutzbar sein. Dies sind nicht gerade viele, zieht man in Betracht, dass rund 200 Mitarbeiter in der Behörde beschäftigt sind. 

Bauprojekt hat nichts mit der Gesamtsanierung zu tun

Nach Angaben von Landratsamtsprecher Stephan Scharf könnte die erweiterte Tiefgarage unter dem Innenhof zwischen den Gebäuden C (Neubau), B und A entstehen. Dafür wären zwei Optionen denkbar: eine „kleine Variante“ mit 30 oder eine „große Variante“ mit 39 Stellplätzen. Für die kleinere Variante müssen rund 1,3 Millionen berechnet werden, für die große 1,5 Millionen Euro. Die große Lösung komme pro Stellplatz insgesamt billiger, sagt Scharf. Außerdem sei sie aufgrund der großen Nachfrage sinnvoller. „Dies wäre jeweils ein völlig neues Bauprojekt.“ Dieses habe nichts mit den Planungen der Gesamtsanierung, die mittlerweile 17,3 Millionen Euro – 15,2 Millionen waren ursprünglich vorgesehen – verschlungen hat, zu tun.

Die Kreisräte waren zunächst geteilter Meinung über die Parkplatz-Erweiterung. Oberaus Bürgermeister Peter Imminger (CSU) sieht keine Alternative zu der großen Lösung. „Die kleine Variante brauchen wir gar nicht diskutieren“, sagte er. Verschiedene Möglichkeiten über die Gestaltungsmöglichkeiten neuer Stellplätze wurden von den Kreisräten ins Spiel gebracht. Farchants Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD) betrachtet die Parkfrage eher kritisch. Es sei ein „Phänomen auf dem Land“, dass man mit dem Auto direkt vor die Haustüre fahren wolle. „In München sind 500 bis 800 Meter Fußweg normal“, gab er zu bedenken. Man könne Werbung machen für die Parkplätze im Ort. Tessy Lödermann (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich eher für Grünflächen im Innenhof aus, anstatt für parkende Autos. Hier hakte der Zweite Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, Wolfgang Bauer (CSU), ein. Solche Überlegungen seien „Luxus“. Die Parkplatzsituation findet er wichtiger als eine „grüne Lunge“. Zumal der Michael-Ende-Kurpark nur wenige Meter entfernt ist.

Man einigte sich schließlich einstimmig darauf, den Ausbau der Tiefgarage für 1,5 Millionen Euro an den Kreistag zu empfehlen. Die Verwaltung müsse prüfen, inwiefern das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann. Wird das Projekt dann abgesegnet, könnte mit dem Bau der Parkplätze 2018 begonnen werden.

Magdalena Kratzer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unfall auf A95: Gaffer folgten Abschleppwagen für Fotos
Auf der A95 bei Penzberg hat sich am Sonntagabend ein schwerer Unfall ereignet. Vier Menschen wurden verletzt. Die Autobahn war längere Zeit gesperrt. Und auch diesmal …
Unfall auf A95: Gaffer folgten Abschleppwagen für Fotos

Kommentare