Porta Claudia: Mittenwalder machen Scharnitzer froh

Mittenwald - Der Auferstehung der Porta Claudia steht nichts mehr im Wege. Nun sichert auch die Geigenbaugemeinde Gelder zu.

Im benachbarten Tirol tobt der Kommunalwahlkampf. Auch in Scharnitz schreiten die Bürger am 14. März zur Urne. Dann kommt es zur Neuauflage des Duells zwischen Bürgermeister Walter Lechthaler (63/Bürgerliste) und Vize-Rathauschefin Isabella Blaha (57/Dorfliste). Im Juni 2006 hatte ÖVP-Mitglied Lechthaler mit gerade mal zwei Stimmen Vorsprung (352 zu 350 bei 20 ungültigen Wahlscheinen) einen Zittersieg gelandet.

Deshalb sind durchschlagende Erfolgsmeldungen auf der Zielgeraden umso wichtiger. Und während sich Blaha mit ihrem Gesundheitszentrum eine blutige Nase im Gemeinderat holte, freut sich ihr konservativer Widersacher auf gute Nachrichten aus Mittenwald.

Dort wird man sich nun definitiv mit 18 900 Euro – auf drei Jahre verteilt – an der Freilegung der ehemaligen Tiroler Festungsanlage Porta Claudia direkt an der Landesgrenze beteiligen. „Nun bin ich frohen Mutes“, frohlockt Lechthaler. Denn nun seien die Voraussetzungen für ein grenzüberschreitendes Projekt geschaffen. Das wiederum ist Bedingung, um an europaweite Fördermittel zu kommen. Nach dem gleichen Schema verfuhren die Nachbarorte Leutasch und Mittenwald beim Ausbau der Geisterklamm.

Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) jedenfalls stellte beim Neujahrsempfang von Marktgemeinde und Bundeswehr fest: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

Nicht zuletzt deshalb kann Scharnitz nun den Zuschuss-Antrag an die Geldgeber in Brüssel stellen. Laufe alles planmäßig, meint Lechthaler, „könnte Projekt Nummer eins noch im ersten Halbjahr über die Bühne gehen“. Damit spricht der Bürgermeister ein auf 330 000 Euro taxiertes Vorhaben an, bei dem Folgendes umgesetzt werden soll: Bestandsaufnahme, Reparatur der Mauern, Beleuchtung, Erstellung von Themenwegen und Bau von Zufahrten. Um die Umsetzung kümmert sich der 2008 gegründete Verein Porta Claudia, bei dem die Olympiaregion Seefeld, Scharnitz und Mittenwald Mitglieder sind. Ein Wörtchen mitzureden hat auch Architekt Armin Walch. Dieser hat nicht nur die Burg Ehrenberg bei Reutte restauriert, sondern lieferte vor einigen Monaten den Vorentworf für das geplante Mittenwalder Fünf-Sterne-Hotel.

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