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Da strahlt sie: Nadine Horchler bekommt einmal mehr eine Chance im Weltcup.

Diese Athleten sind in Oberhof dabei

Premiere: Vier Werdenfelser Biathleten laufen im Weltcup auf

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Landkreis - Biathlon-Trainer Bernhard Kröll nennt es eine „besondere Situation“: Erstmalig laufen bei der ersten Station des Jahres vier Skijäger als Quartett auf. Laura Dahlmeier ist mit von der Partie - lässt aber Rennen sausen.

Bernhard Kröll grübelt ein bisschen. Eigentlich aber nur, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Denn die Antwort, die fällt dem Biathlon-Trainer im Zentrum Kaltenbrunn wahrlich nicht schwer: „Vier Werdenfelser hatten wir noch nicht im Weltcup.“ Das wisse er schon relativ genau, sagt er und lacht. Klar, schließlich war er bis auf die Anfangszeit um Martina Beck stets selbst dabei.

Nun ist es soweit: Es wird ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte geschrieben. Logisch geht’s darin nicht um Siege oder Medaillen. Aber die Tatsache, dass mit Laura Dahlmeier, Miriam Gössner, Matthias Bischl und Nadine Horchler bei der ersten Station des neuen Jahres in Oberhof die Werdenfelser Skijäger erstmals als Quartett auflaufen, ist in jedem Fall eine Nachricht wert. „Das ist schon eine besondere Situation“, hebt auch Kröll hervor. Keine Überraschung ist die Teilnahme von Dahlmeier. Da erstaunt schon eher, dass sie Sprint und Verfolgung am Freitag und Samstag sausen lässt und nur den Massenstart am Sonntag in Angriff nimmt. „Sie hat das selbst entschieden“, betont Kröll. Ein mutiger Schritt, als Trägerin des gelben Trikots der Gesamtführenden nun eine Pause einzulegen. Aber so ist die Garmisch-Partenkirchnerin: Immer gut für eine Überraschung. Ihr Fokus liegt eben auf der WM.

Ihr Verzicht öffnete die Tür für Nadine Horchler. Die Mittenwalderin machte sich mit Matthias Bischl und Service-Mann Albert Neuner bereits am Montagnachmittag auf den Weg nach Thüringen. „Sie wollten sich die Strecke nochmals ansehen und vor Ort trainieren.“ Bischl, der kurz vor Weihnachten seine Freundin Martina heiratete, bekommt erneut die Chance, sich auf Weltcup-Niveau zu messen. „Da rotieren im Moment drei Leute“, erklärt Kröll. Neben Bischl sind es Florian Graf und Matthias Dorfer. In Oberhof laufen Graf und Bischl, der Bessere der beiden dürfte dann neben Dorfer auch für Ruhpolding gesetzt sein.

Die Vierte im Bunde ist Miriam Gössner, die erst am Mittwoch nach Oberhof fahren wird. „Sie hat lieber daheim noch ein wenig trainiert – und das auch sehr gut“, sagt ihr Heimcoach. Für die 26-Jährige vom SC Garmisch geht es langsam ans Eingemachte hinsichtlich der WM-Qualifikation für Hochfilzen.

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