Freuen sich auf das Marktfest und damit den ersten öffentlichen Auftritt von Murnau Miteinander: (v.l.) Angelika Rebholz, Peter Marcon und Astrid Bühren. Foto: kat

Projekte erhalten öffentliche Plattform

Murnau - Viele Ideen hat der Verein Murnau Miteinander zur Ortsgestaltung gesammelt. Diese stellt er während des Festes zum zehnjährigen Bestehen der Fußgängerzone am Sonntag, 4. Juli, vor.

on Katharina Bromberger

Murnau - Schauen, diskutieren, zuhören, singen, sich informieren, gewinnen: Mit diesen Verben fasst Astrid Bühren die vielen Angebote zusammen, die Besucher des Murnauer Marktfestes am Sonntag, 4. Juli, wahrnehmen können. Das Entscheidende für die Vorsitzende von Murnau Miteinander: „Sie können bei uns mitmachen.“ Der Verein wird sich und die Projekte zur Gemeindeentwicklung präsentieren, die Teams in den drei Monaten nach der Gründung erarbeitet haben (wir berichteten). Bislang habe es keinen Sinn gemacht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Jetzt aber habe man Konkretes zu liefern. Auch jüngere Bürger sollen zum Mitmachen aufgerufen werden. Man wolle ein Zeichen setzen, sagt Peter Marcon, Leiter des Teams Kunst und Kultur: dafür, „dass es sich lohnt, Verantwortung zu übernehmen und Energie in innovative Ideen zu stecken“.

Im Team Wirtschaft entstand beispielsweise die Idee eines virtuellen Branchenbuchs: Laut Angelika Rebholz, Beisitzerin bei Murnau Miteinander und Vorsitzende des Vereins zur Wirtschaftsförderung, gibt es in Murnau 1300 Gewerbebetriebe, nur etwa 100 seien bei den Bürgern im Kopf. „Was ist mit dem Rest?“ Ziel sei, alle anzuschreiben und ein Verzeichnis zu erstellen. So entdeckt der potenzielle Kunde vielleicht, dass er Murnau nicht verlassen muss, um zu bekommen, was er sucht.

Weiter werden die Ideen einer Sauna am See, Carsharing sowie ein Solarkocher vorgestellt. Zudem ist eine Umfrage geplant, wie die Bürger zu einem Kulturkompass stehen. Dieser soll nach dem Prinzip funktionieren: einmal im Jahr bezahlen und ermäßigt Veranstaltungen besuchen.

Neben der Absicht, sich öffentlich zu zeigen, sieht Bühren für das Fest einen weiteren wichtigen Grund: zehn Jahre Fußgängerzone, verbunden mit einer „Würdigung an alle, die so hart gekämpft haben, dass aus der entsetzlichen Straßensituation ein solcher Gewinn für Murnau wurde“.

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