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Startklar: Günter Meck (l.) und Christian Allinger von der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Oberau bereiten die Plakate für die Demonstration am Montag vor.

Protestmarsch auf der B 2: Appell für Solidarität

Oberau - Landtagsabgeordneter Florian Streibl ruft alle Bürger auf, sich an der Demonstration für die Ortsumfahrung Oberau zu beteiligen: "Das Projekt ist für die ganze Region wichtig."

Der Kampf um die Oberauer Ortsumfahrung geht am Montag, 3. Oktober, in die nächste Runde: „Je größer das wird, desto mehr Aussicht auf Erfolg haben wir“, meint Bürgermeister Peter Imminger (CSU). Daher hofft er, dass sich viele Bürger und Kommunalpolitiker dem Appell von Florian Streibl anschließen, sich mit den Oberauern zu solidarisieren und um 16 Uhr zur Auftaktveranstaltung am Gasthaus Untermberg kommen. „Das Wohl und Wehe unserer Verkehrsinfrastruktur-Projekte hängt von den kommenden Etatberatungen im Bundestag ab“, hatte sich der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler an sämtliche Bürgermeister gewandt. Um die längst überfälligen Vorhaben entlang der B 23 und B 2 realisieren zu können, „müssen alle im Landkreis aktiv werden“, fordert der Oberammergauer.

Bilder vom Protestzug

Protestmarsch für Ortsumgehung Oberau

Damit spricht er Josef Bobinger, Sprecher der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Oberau (VEO), aus der Seele: „Unsere Umfahrung ist für die ganze Region wichtig.“ Nicht nur das touristisch geprägte Isartal und der Raum Garmisch-Partenkirchen, sondern auch Pendler und hier ansässige Firmen würden von dem Tunnel profitieren. „Daher wäre es super, wenn sich die umliegenden Gemeinden an unserem Protest beteiligen würden, da wären wir wirklich froh.“ Bisher habe sich neben Streibl und seinem FDP-Kollegen Klaus Breil, Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt und Landrat Harald Kühn (beide CSU) aber nur Garmisch-Partenkirchens Rathaus-Chef Thomas Schmid (CSB) angekündigt. „Vielleicht kommen ja noch ein paar dazu“, hofft Bobinger. Unter der katastrophalen Verkehrssituation leide letztlich der gesamte Landkreis.

Angesichts knapper Kassen fürchten die Oberauer, dass auch Aussagen, dass ihre Umfahrung nicht mit einem Zuschlag für Olympische Winterspiele oder andere Großveranstaltungen zusammenhänge, eine schnelle Realisierung nicht ermöglichen. „Das Projekt liegt quasi auf Eis, kein Mensch weiß, wie’s weitergeht“, klagt Imminger. „Daher ist der Protest das einzige, was wir tun können.“ Auch er befürwortet Streibls Vorstoß, den gesamten Landkreis ins Boot zu holen: „Die Umfahrung kommt wirklich allen zugute.“ Dem kann sich der Landtagsabgeordnete der Freien nur anschließen, der es ein „ermutigendes Zeichen“ nennt, „wenn sich möglichst viele mit Oberau solidarisch zeigen und am Protestmarsch teilnehmen“. Um die dringend notwendigen Straßenbau-Projekte voranzutreiben, ist Streibl überzeugt, „müssen wir gemeinsam anpacken“. Tanja Brinkmann

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