Recyclinghof: ÖDP kritisiert Konzept

Murnau - Die Kritik an den Plänen für den neuen Murnauer Recyclinghof nimmt zu. Der vorgesehene Platz sei viel zu klein, erklärt die ÖDP.

Das Thema Recyclinghof erhitzt die Gemüter. Wie bereits berichtet, muss die Sammelstelle im Zuge der Beseitigung des Bahnübergangs an der Kohlgruber Straße umziehen. Neuer Standort soll ein bereits von der Marktgemeinde gekauftes Grundstück in Bahnhofsnähe nördlich des neuen Park&Ride-Parkplatzes sein. Zudem soll dort künftig auch die Grüngutentsorgung abgewickelt werden. Diese fand bislang auf dem ehemaligen Müllplatz in Weindorf (Froschhauser Straße) statt.

Zuletzt hatten sich Seehauser Kommunalpolitiker gegen den geplanten Standort des Recyclinghofes an der Ortsgrenze ausgesprochen. Nun kritisieren mit der ÖDP-Fraktion auch Murnauer Volksvertreter das Vorhaben. Holger Poczka, der sich für das Bündnis aus ÖDP und Bürgerforum um das Bürgermeisteramt bewirbt, kann sich mit dem Konzept nicht so recht anfreunden. Der vorgesehene Platz (rund 1500 Quadratmeter) sei viel zu klein, um den Wertstoffhof und die Grüngutannahmestelle im gewohnten Umfang unterzubringen. Bei einer ebenerdigen Abladung des Grünguts reichten schon zwei bis drei Autos mit Anhänger aus, um die ganze Einrichtung in ein "Verkehrschaos" zu stürzen, befürchtet Poczka, der bei einem Unternehmen der Abfallwirtschaft tätig ist. Vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn die meisten Gartenabfälle anfallen, seien Staus vorprogrammiert.

Poczka und die ÖDP-Fraktion schlagen in einem Antrag an den Gemeinderat Alternativen vor: Der geplante Recyclinghof müsste um 1000 bis 1500 Quadratmeter vergrößert werden, damit die gewohnte Infrastruktur gleichwertig erhalten werden kann. Falls dies nicht möglich ist, wäre eventuell eine Verlegung des Recyclinghofs auf die Fläche der jetzigen Grüngutannahmestelle in Weindorf möglich.

Bürgermeister Dr. Michael Rapp (CSU) geht hingegen davon aus, dass die Grüngutannahme in dem neuen Recyclinghof, dessen Betreiber der Landkreis ist, funktionieren wird. Zu diesem Schluss seien die Planer gekommen. Zur "Hauptsaison" im Frühjahr und Herbst werden laut dem Rathaus-Chef zusätzliche Container aufgestellt und zügig abtransportiert. Ein Kreisverkehr soll den Anlieferverkehr regeln. Zudem soll die Einrichtung an vier Tagen in der Woche geöffnet sein, in Weindorf sind es nur zwei. Der vorgesehene Standort sei sinnvoll, davon profitierten auch die Bürger der Nachbargemeinden, betont Rapp.

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