Rennen um Streibl-Nachfolge völlig offen

Oberammergau - Noch halten sich die Fraktionen im Oberammergauer Gemeinderat bedeckt, welche(n) Kandidaten (in) sie ins Rennen schicken bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters.

Bekanntlich gibt Florian Streibl dieses Ehrenamt aufgrund des hohen (auch zeitlichen) Aufwands als Landtagsabgeordneter der Freien Wähler ab. Nun wird im Passionsort darüber spekuliert, wie der neue Vize hinter Arno Nunn heißen könnte.

Offenbar hat man sich in den verschiedenen Lagern noch auf keine Personen konkret festgelegt. Heino Buchwieser von „Mit Profil“, der bereits gegen Florian Streibl angetreten und durch Losentscheid unterlegen war, gibt sich sehr bedeckt.

Es sei alles offen, man müsse dies erst intern in der Fraktion besprechen. Buchwieser geht aber davon aus, „dass wir einen Bewerber oder eine Bewerberin stellen werden“. Dass er selbst wieder damit liebäugelt, wollte er weder bestätigen noch dementieren. Oder wagt vielleicht eine der Vertreterinnen der Frauenliste (Christl Freier, Dr. Doris Hofer) diesen Schritt?

Entspannt sieht die Parteilose Wählergemeinschaft (noch) die Situation. Gelben-Fraktionschef Ludwig Utschneider gibt immerhin zu, „sich innerhalb der Gruppe über mögliche Kandidaten Gedanken gemacht zu haben“. Dabei wird er selbst im Dorf hoch gehandelt.

Der Lehrer an der Mädchen-Realschule in Schlehdorf (und mittlerweile Mitarbeiter im Abgeordneten-Büro Streibl) meint geheimnisvoll, „dass ich keiner bin, der sagt, dass ich so etwas von Anfang an definitiv ausschließen würde“. Der Kandidat der Gelben soll indes sehr zeitnah bekannt gegeben werden: „Die Entscheidung dürfte bis Mitte nächster Woche fallen.“

Da beide großen Lager über jeweils neun Sitze im Gemeinderat verfügen, muss ein Bewerber für den Erfolgsfall der CSU-Mini-Fraktion gewogen sein. Die möchte, wie es heißt, vor der Abstimmung zuerst mit beiden Kandidaten Gespräche führen. Merke: Auch mit zwei Mann kann man auf einmal ein sehr begehrter und umworbener Partner sein . . .

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