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Malerische Kulisse: Bei bestem Wetter wandern über 200 Menschen, so viele wie schon lange nicht mehr, zum Königshaus auf dem Schachen. Der Anblick des Schlosses, eingebettet in die bayrischen Alpen, ist überwältigend.

So viele Besucher wie noch nie 

Schachenmesse: 200 Gratulanten für den Kini

Garmisch-Partenkirchen - Der traditionelle Gottesdienst auf dem Schachen auf 1866 Metern Höhe findet bei bestem Wetter mit vielen Teilnehmern statt. Pater Antonio Escudero Cabello hält die Predigt bei der einzigartigen Bergmesse.

Steil geht’s den Berg hinauf, über Wurzeln und Steine. Scharen von Wanderern und Mountainbikern quälen sich nach oben. Fast möchte man sich hinsetzen, Rast machen, den müden Gliedern eine Verschnaufpause gönnen. Da taucht es auf, das Schloss. Majestätisch erhebt es sich aus hellem Holz auf dem Schachen. Erhaben vor der imposanten Kulisse des Wettersteinmassivs. Dorthin strömen all die Menschen, denn jedes Jahr wird hier anlässlich des Geburtstags König Ludwigs II. eine Messe zelebriert. 

Passend kommt hinzu, dass am selben Datum der Namenstag des Monarchen ist. „Das ist schon etwas Besonderes, wenn wir unseren König feiern können“, sagte Josef Schmied vom Farchanter Josefi-Gesang gestern Vormittag. Mit einer Abordnung der Partenkirchner Blaskapelle übernahm dieser die musikalische Gestaltung. Den Gottesdienst hielt Pater Antonio Escudero Cabello. Der spanische Geistliche, der als Professor der an Päpstlichen Universität der Salesianer in Rom lehrt, kommt seit elf Jahren als Urlaubsvertretung nach Partenkirchen. Er ist begeistert von dieser Messe. „Der Tag heute passte perfekt“, betonte er. „So viele Menschen wie heute waren noch nie da.“ 

Jedes Jahr freut er sich auf dieses Erlebnis und selbstverständlich geht er den Weg zu Fuß zum Königshaus. Stolz dabei zu sein, waren auch seine Ministranten. „Es ist schon großartig, hier zu ministrieren, bei dieser Aussicht“, sagte freudestrahlend Christoph Jahnig. Seine Kollegen Luis Neuner und Florian Fenzel pflichteten ihm bei. Einen Wermutstropfen gab es dann doch. Kaspar Jocher, der seit 80 Jahren immer zum Gottesdienst kam und diesen beispielsweise als Lektor mitgestaltete, wurde gestern beerdigt. Pater Antonio hob ihn würdigend hervor. Mit „Großer Gott wir loben dich“ und der Bayernhymne endete die feierliche Bergmesse. 

Magnus Näbauer

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