Karl Schandl hofft nun auf schönes Wetter im März. Foto: tom

Schlittenhunde-Rennen abgesagt: Wetterpech bleibt Skiclub Wallgau treu

Wallgau - Viele haben es befürchtet: Das Wallgauer Schlittenhunde-Rennen an diesem Wochenende musste mangels Schnee abgesagt werden.

Kraftstrotzende Huskys, tollkühne Musher (Gespannführer) und begeisterte Zuschauer – darauf müssen die Isartaler bis auf Weiteres warten. „Kein Schnee, rein gar nichts.“ In diese Worte kleidet der Wallgauer Skiclub-Chef Karl Schandl die Absage der 21. Auflage des publikumsträchtigen Schlittenhunde-Rennens in der Witter.

Am Samstag fiel die endgültige Entscheidung. Bis zu diesem Zeitpunkt hofften die SC-Mitglieder auf den von den Wetterfröschen angekündigten Niederschlag. Doch Frau Holle versagte die Unterstützung. „Und mit dem bisschen Schnee würden wir nur riesige Flurschäden verursachen“, meint Schandl.

Es wäre übrigens der erste Wettbewerb gewesen, den er als im April 2009 gewählter SC-Vorsitzender zu verantworten gehabt hätte. So also muss sich der 44-jährige Naturstein-Verleger zumindest bis 13./14. März gedulden. Dieses Wochenende wurde in Absprache mit dem Schlittenhunde-Verband als Ersatztermin festgelegt.

Verschiebungen (2001, 2007 und 2009) beziehungsweise Generalabsagen (2002, 2007 und 2008) waren in der abgelaufenen Dekade wahrlich keine Seltenheit. Blickt man auf diese Zeit zurück, fällt vorallem eines auf: Wenn das Schlittenhunde-Rennen in den Februar fiel, konnte die Konkurrenz dreimal in Folge (2003, 2004 und 2005) reibungslos durchgezogen werden. Nur einmal musste es von Februar auf März (2001) verschoben werden. Einmal, Februar 2008, fiel die Veranstaltung komplett ins Wasser, weil Wallgau seinerzeit keinen Ersatztermin bekommen hatte.

Zwei Jahre später haben die Isartaler wieder einen. „Ich hoffe, dass es im März klappt“, meint SC-Chef Schandl, „und wir wie 2009 vor einer Traumkulisse starten können“.

Zur Erinnerung: Auch vor einem Jahr musste das Husky-Rennen im Januar mangels Schnee zunächst abgeblasen werden. Doch damals wurden die Stoßgebete gen Himmel offenbar erhört. Denn am 7./8. März kämpften rund 90 Musher aus ganz Europa bei Bilderbuch-Winterwetter um den Sieg. Mehrere tausend begeisterte Fans standen entlang der Trails – das Warten hatte sich gelohnt.

Auch interessant

Kommentare