Auf die Plätze, fertig, los: Franz Kössler und Leon Brunner an der Startrampe. Für seine originelle Seifenkiste hat Franz Kössler einen Sonderpreis bekommen.

Schönes Wetter versaut Seifenkistenrennen

Garmisch-Partenkirchen - Wegen der sommerlichen Temperaturen strömtem heuer deutlich weniger Zuschauer zum Partenkirchner Seifenkistenrennen als noch vor zwei Jahren. Dennoch hatten alle Beteiligten viel Spaß.

Letzten Sonntag machte den Veranstaltern des Partenkirchner Seifenkistenrennens der Regen einen Strich durch die Rechnung, diese Woche waren es die sommerlichen Temperaturen. Sie führten dazu, dass nur rund 400 Zuschauer den 20 Teilnehmern zusahen, wie sie mit bis zu 60 Stundenkilometern von der Startrampe am Brunnhäuslweg in die Ludwigstraße rasten.

„Das Wetter war einfach zu schön“, sagt Angelika Brunner, Vorsitzende der Werbegemeinschaft „Partenkirchen erleben“, die das Seifenkistenrennen zusammen mit dem Automobilclub (AC) Garmisch-Partenkirchen alle zwei Jahre organisiert. Viele Besucher seien bei den hochsommerlichen Temperaturen lieber an den See oder gleich zum Public Viewing in den nächsten Biergarten gefahren. Dennoch fällt Brunners Bilanz positiv aus: „Ich sehe nur zufriedene Gesichter, und das ist doch das Wichtigste.“

Dieser Meinung kann sich Heini Zolk nur anschließen. „Wenn man einen Termin verschiebt, ist die Resonanz nie so groß“, fügt der Vorsitzende des AC Garmisch-Partenkirchen hinzu. Spaß hatten trotzdem alle Beteiligten. „Ich wollte schon immer mal mitfahren“, erzählt etwa der neunjährige Johannes Vierthaler aufgeregt, der zusammen mit seinem Vater Hans-Jörg am Parkplatz der Wankbahn für den großen Tag geübt hatte. „Er hat Benzin im Blut“, freut sich der stolze Papa, der am liebsten selber mitfahren würde. Aber in das umgebaute Kanu seines Sohnes passt er zu seinem Bedauern nicht hinein.

Mit der Seifenkiste von Andreas Habersetzer könnte Vierthaler senior dagegen sicher starten, doch die gibt sein Eigentümer nicht mehr her. Mit ihr hatte der 16-Jährige bereits 2008 in der Klasse C gewonnen und auch heuer konnte er seinen Titel verteidigen. Sein Motto: „Wer bremst, verliert.“ Der Erfolg gibt ihm Recht: Mit der Bestzeit von 48,75 Sekunden holte sich der Garmisch-Partenkirchner jetzt auch noch den Gesamtsieg. (sis)

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