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Schweigen um Schwaiganger

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Ohlstadt - Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 will keine Infos mehr via Medien preisgeben, bevor nicht mit Betroffenen gesprochen worden ist. Auch nicht in Sachen Olympia in Schwaiganger.

Aus Schaden wird man klug. Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 will jedenfalls keine Informationen mehr via Medien preisgeben, bevor nicht mit Betroffenen gesprochen worden ist. Neuigkeiten über das olympische Langlauf- und Biathlonzentrum Zentrum in Schwaiganger gibt es also nicht. Die Nachricht, dass Schwaiganger Oberammergau als Austragungsort für die Langlauf- und Biathlon-Disziplinen der Winterspiele 2018 ablösen wird, schlug Anfang Juli ein wie eine Bombe. Vielen brennen seitdem Fragen unter den Nägeln, wie zum Beispiel, wo genau denn die Loipen verlaufen sollen, ob in Richtung Heimgarten oder aber nördlich der Staatsstraße 2062 in Richtung Loisach? Ob Wald gerodet werden muss? Ob genügend Wasser für eine eventuelle Beschneidung vorhanden wäre oder ob denn Kühlschlangen im Boden eingelassen werden müssen, wie für Oberammergau bereits geplant? Details über diesen neuen Austragungsort, an dem die Bewerbungsgesellschaft offensichtlich auch weiterhin festhält, verbleiben aber bislang im Reich der Spekulationen. Die Planer seien noch nicht so weit, dass sie die Unterlagen herausgeben könnten, „auch nicht an uns“, erklärt Jochen Färber, Pressesprecher der Bewerbungsgesellschaft München 2018. Erst wenn diese in seinem Hause vorliegen, könne eine öffentliche Informationsveranstaltung für Anlieger und Betroffene geplant und abgehalten werden. Obwohl es sich nach bisherigem Kenntnisstand ausschließlich um Flächen des Freistaats handelt, auf denen die nordischen Disziplinen stattfinden sollen, „wollen wir auch die Leute informieren, die drumherum oder in der Nähe wohnen“, meint Färber. Wann das sein wird, könne er noch nicht sagen. In etwa zwei bis drei Wochen vielleicht. Aus den Fällen Oberammergau und Garmisch-Partenkirchen habe man eben gelernt. Dort hatten sich Grundstücksbesitzer übergangen und nur über die Zeitung informiert gefühlt. Dass eine ehrliche und vor allem auch zeitnahe Information längst ansteht, finden auch die Murnauer CSU-Politiker Wolfgang Köglmayr und Bürgermeister Michael Rapp. „Wir erwarten offene und ehrliche Gespräche in Augenhöhe mit den Bürgern, und nicht, dass die Bewerbungsgesellschaft hier häppchenweise Details preisgibt“, fordert Köglmayr. „Auch zeitnah sollten sie sein, damit es nicht zu spät wird, vernünftige Aussagen dazu treffen zu können.“ Viele Informationen habe auch er erst aus der Zeitung erfahren, betonte Rapp bei einer Kreistagssitzung. Und das könne nicht sein, schließlich „waren und sind wir nicht in der Bringschuld“.

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