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Situation könnte sich noch verschlechtern

Schwerer Zugang zu Nahrung: Schneemassen bedrohen Wildtiere

Die Situation ist bedrohlich. Die Nahrungssuche für Wildtiere stellt sich derzeit als schwierig dar. Deshalb gibt es nun eine Forderung nach einer Notzeitfütterung. 

Landkreis -  Nicht nur für Menschen stellen die Schneemassen ein Problem dar, für Wildtiere können sie lebensbedrohend sein. Deshalb bittet der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen die Bevölkerung um Rücksicht. „Wer jetzt Wildtiere aufscheucht und sie zwingt, sich kräftezehrend im Tiefschnee fortzubewegen, nimmt in Kauf, dass sie vor Erschöpfung verenden“, sagt Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins. „Wir Menschen haben gerade in Notzeiten eine hohe ethische Verantwortung dem Wild gegenüber.“ Deswegen ist sie den Bayerischen Staatsforsten dankbar, die vorerst in den Gebirgsrevieren die Jagd eingestellt haben. Dem sollten sich alle privaten Jäger anschließen.

Da der Zugang zu natürlicher Nahrung am Boden für das Wild derzeit so gut wie ausgeschlossen ist, fordert Lödermann die Untere Jagdbehörde beim Landratsamt auf, auch für das Rehwild eine „Notzeitfütterung“ anzuordnen. „Dies ist nicht nur aus Tierschutzgründen und aufgrund der Hegeverpflichtung der Jägerschaft geboten, sondern würde auch Druck vom Wald nehmen, da den Tieren nur noch die Nahrungsaufnahme an Bäumen und Sträuchern bleibt.“ Ihrer Meinung nach verschlechtert sich die Situation, wenn es zu Regen und anschließender Kälte kommt. Verharrschen die Schneemassen, ist dies für alle Wildtiere, besonders für Greifvögel und Eulen, eine große Katastrophe.  

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