Andreas Feuerecker kehrt über den Umweg Füssen zum SCR zurück.

SCR-Kader wächst

Garmisch-Partenkirchen - Nach Kapitän Sepp Lehner und Stümer Tim Regan haben sechs weitere Eishockeyspieler einen Vertrag beim SC Riessersee unterschrieben.

Geschäftsführer Ralph Bader gab bekannt, dass Ersatztorhüter Sebastian Weiß sowie die Stürmer Tobias Biersack, Justin Zilla, Patrick Zimmermann und Maximilian Reindl weiter das weiß-blaue Traditions-Trikot der Garmisch-Partenkirchner tragen werden.

Um das halbe Dutzend voll zu machen, vermeldete Bader noch die Verpflichtung von Andreas Feuerecker. Der Abwehrmann, der in der Saison 2008/09 noch in der DNL-Mannschaft des SC Riessersee verteidigt hatte, war in der abgelaufenen Spielzeit für die Junioren des EV Füssen aufs Eis gegangen. Dort hatte er eine erstaunliche Entwicklung genommen und auch drei Partien im EVF-Oberligateam bestritten. „Ich habe von Füssener Seite nur Gutes über ihn gehört“, sagt Bader. Der 19-Jährige genießt einen großen Vertrauensvorschuss. Feuerecker soll in Baders Planungen einer von sechs Stamm-Verteidigern sein.

Diese Garantie kann Bader den anderen Youngstern, die schon zum Zweitligakader gehört hatten, nicht geben. Der Sprung aus dem Nachwuchsbereich in die 2. Liga erwies sich für Weiß, Zilla, Zimmermann und Reindl als zu groß. Dieses Quartett kam über Kurzeinsätze nicht hinaus. „Von ihnen erwarte ich aber schon, dass sie den Anschluss an das Oberliganiveau schaffen“, macht Bader klar. Sollte ihnen das nicht gelingen, besteht für sie die Möglichkeit, als Over-age-Spieler Wettkampfpraxis in der Deutschen Nachwuchsliga-Mannschaft des SC Riessersee zu sammeln. Das werde in enger Absprache zwischen Oberliga-Coach Marcus Bleicher und Nachwuchs-Cheftrainer Ron Chyzowski geschehen, sagt Bader.

Noch mehr erhofft er sich von Tobias Biersack. Der Stürmer konnte wegen zahlreicher Verletzungen - unter anderem laborierte er mehrere Monate an einer schmerzhaften Schambeinentzündung - nicht an die Leistungen seines ersten Profijahres anknüpfen. Bader sieht ihn in den kommenden Monaten nicht mehr in der Rolle des Mitläufers sondern des „Stammspielers, der regelmäßig Tore erzielt und Punkte macht“.

Der SCR-Geschäftsführer nähert sich immer mehr seiner Wunschvorstellung, eine Mannschaft zusammenzustellen, die fast ausschließlich aus Einheimischen besteht. In den kommenden Tagen möchte er die Gespräche mit George Kink und Florian Vollmer zu einem positiven Ende bringen. „Es schaut ganz gut aus, unterschrieben ist allerdings noch nichts“, räumt er ein. Kurz vor dem Abschluss stehen auch die Verhandlungen mit einem von zwei ausländischen Stürmern. Dabei soll es sich um einen Kanadier handeln, der über jahrelangen Erfahrung in der Oberliga und der 2. Liga verfügt. „Sein Manager hat mir zugesagt, dass es klappt“, sagt Bader.

Auf Trennung stehen die Zeichen dagegen zwischen dem SC Riessersee und dem langjährigen Torwart Mark McArthur. Der Kanadier, Held vieler Spiele und Publikumsliebling, dürfte ein Opfer der Sparmaßnahmen werden. Bader teilte dem 34-Jährigen mit, dass er sich derzeit nicht in der Lage sieht, „das vereinbarte Gehalt aufzubringen“. Was allerdings nicht heißt, dass Sebastian Weiß McArthur beerben wird. Die Torwartposition ist einfach zu exponiert, um sie einem Youngster zu überlassen, der zwar Talent besitzt, dies allerdings in seinem ersten Profijahr nur in wenigen Einsätzen unter Beweis stellen durfte. Bader sucht deshalb eine Nummer eins, die ähnliche Qualitäten wie McArthur besitzt, nur billiger ist. (prei)

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