Aus für Siemens-Kurzentrum: Mitarbeiter erhalten Job-Angebote

Eschenlohe - Alle festangestellten Siemens-Mitarbeiter, die von der Schließung des Eschenloher Kurzentrums betroffen sind, habe neue Jobs angeboten bekommen. Derweil rückt das Aus näher.

Mittlerweile erklären auch Mitarbeiter, die Hoffnung auf ein Fortbestehen des Zentrums für Kreislauftrainingskuren zu Grabe getragen zu haben. Mancher arbeitet fast sein halbes Leben in Eschenlohe, erlebte hunderte Kuren. "Das tut natürlich weh, wenn man das sieht und alles mit aufgebaut hat."

Dr. Volker Alt kann das nachvollziehen: "Wenn jemand 20 Jahre hier ist und im Ort groß geworden, ist es natürlich schwierig, wenn so ein Einschnitt kommt", erklärt Alt, der die Einrichtung seit vergangenem September leitet. Für das festangestellte Personal - drei Sportlehrer, zwei Ärzte, zwei Verwaltungskräfte und ein Hausmeister - öffnete sich nun eine neue Tür. "Wir haben mit allen Mitarbeitern gesprochen und ihnen individuell passende Lösungen angeboten, die sich für alle Beteiligten positiv auswirken werden", erklärt Siemens-Pressesprecher Karlheinz Groebmair. Alt bestätigt ein Gespräch mit Konzern-Vertretern und einem Personalrat aus München "über die weitere Verwendung der Mitarbeiter". Sie sollen künftig im Raum München/Starnberger See eingesetzt werden. Nun habe jeder Zeit, über die Offerte nachzudenken.

Zentrums-Mitarbeiter erzählen von begeisterten Gästen, von treuer "Stammkundschaft": Ein Siemensianer habe 26 Kuren in Eschenlohe durchlaufen, vielen seien später mit Familie zurückgekehrt, um einen Urlaub im Dorf zu verbringen. "Die ganze Infrastruktur im Ort hängt da dran", betont einer.

Die Teilnehmerinnen der letzten Frauen-Kur sind bereits verabschiedet worden, bis zur Schließung werden nur noch Männer-Wochen angeboten. Am 17. Dezember sollen dann die letzten Teilnehmer das Zentrum verlassen.

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