Wollen anpacken: (hinten v. l.) Richard Kundler, Karl-Heinz Mayr, Georg Hibler, Lars Croce, Klaus Fischer, Christoph Sörgel; (Mitte v. l.) Christine Lorenz, Monika Ott, Heinz Suldinger, Martin Wohlketzetter, Josef Kundler; (vorne v. l.) Katharina Diem, Anja Wünderlich und Dr. Heidi Fleckenstein. foto: strehler

Starke Ausgangslage mit voller Liste

Farchant - Von der Opposition zur Regierungspartei: Die SPD in Farchant geht selbstbewusst in den Wahlkampf.

Bei den Kommunalwahlen 2008 haben sie’s locker angehen lassen. Der SPD-Ortsverband Farchant hatte schließlich nichts zu verlieren. Für die sechs Mitglieder stellte sich nur eine Frage: „Auflösen oder Wahlkampf?“ Sie entschieden sich fürs Kämpfen. Mit Erfolg. Als Opposition angetreten, schaffte Martin Wohlketzetter in einer Stichwahl direkt den Sprung auf den Bürgermeistersessel. Diesen Platz will er behalten, einen Gegenkandidaten gibt’s nicht. Auch Peter Böhmer (Freie Wähler), über den spekuliert worden war, tritt nicht an. Im Hotel Alter Wirt haben die Sozialdemokraten - mittlerweile sind’s ein paar mehr geworden - dennoch eine starke Liste aufgestellt.

„Das ist unsere wichtigste Sitzung der vergangenen sechs Jahre“, betonte SPD-Ortsvorsitzender Heinz Suldinger. „Für uns haben die Wahlen jetzt eine ganz andere Tragweite.“ Nun ziehen die Sozialdemokraten als Regierungspartei in den Wahlkampf. Ihre Liste ist voll. 16 Namen sollten drauf, 16 Namen sind drauf. „Wir waren recht aktiv, um sie voll zu bekommen“, sagt Suldinger.

An der Spitze steht natürlich Bürgermeister Wohlketzetter. „Die andere Parteien stellen keine Gegenkandidaten. Das zeigt, dass die Bürger mit seiner Arbeit zufrieden sind.“ Kein Wunder: Wohlketzetter hat einiges angepackt und umgesetzt. Die energetische Sanierungen von Schule und Turnhalle, die Einrichtung einer Kinderkrippe oder die Wiederbelebung des Bahnhalts Farchant: Der amtierende Rathauschef bringt den Ort voran. „Die Entwicklung ist mehr als erfreulich“, sagt Wohlketzetter.

So soll es seiner Meinung nach weitergehen. „In den kommenden Jahren legen wir ein verstärktes Augenmerk auf die Senioren“, unterstreicht er. „Für die Jugend haben wir bereits viel gemacht.“ Auch das Thema der eigenen Wasserversorgung will Wohlketzetter weiter vorantreiben. Außerdem wird am Erscheinungsbild des Dorfes gewerkelt. „Ganz oben stehen die Sanierung der Bahnhofstraße und der Straße Am Gern.“ Über die volle Liste ist der SPD-Spitzenkandidat mehr als glücklich. „Unser Ziel muss es sein, im Gemeinderat einen Platz mehr zu bekommen.“ Derzeit sind es drei.

Eine, die bereits über die Geschicke in Farchant mitbestimmt, ist Monika Ott. „Ich hab’ eine Zeit gebraucht, bis ich mich im Gemeinderat wohl gefühlt habe. Aber jetzt haben wir eine gute Stimmung, und ich gehe gerne zu den Sitzungen im Rathaus.“ Ihr Kollege Josef Kundler ist mittlerweile ein alter Hase in Sachen Dorfpolitik. Seit 25 Jahren ist er dabei. Gemeinsam mit seinen Parteigenossen will er Wohlketzetter weiter unterstützen.

Bei aller Wichtigkeit des Wahlkampfes, die Sozialdemokraten gehen vielleicht nicht mehr so locker wie 2008 ins Rennen, aber doch mit dem Gefühl, bislang einiges richtig gemacht zu haben.

Matthias Strehler

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