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Reger Verkehr auf der B2: Am Wochenende werden sich die Autos dort wahrscheinlich wieder stauen.

Schönes Wetter und Rückreiseverkehr

Stau-Alarm am Wochenende

Sonnenschein und weiße Pisten sind ein Garant für Stau im Werdenfelser Land. An diesem Wochenende dürfen Autofahrer besonders früh aufstehen. Nicht nur Skitouristen sind unterwegs, auch der Rückreiseverkehr hat sich angekündigt.

Landkreis - Geduld. Darin dürfen sich Autofahrer an diesem Wochenende wieder üben. Auch wenn niemand in die Zukunft sehen kann, lässt sich jedoch eines mit ziemlicher Sicherheit prophezeien: Die Straßen werden wieder voll sein. Zwei Faktoren sprechen dafür. Erstens, das schöne Wetter mit Temperaturen bis zu 20 Grad. Zweitens, das Ende der Faschingsferien. Autofahrer müssen auf der A95 und der B2 mit Stau-Alarm rechnen. Und zwar in beiden Richtungen. Der Bettenwechsel am Samstag sorgt für regen Heimreiseverkehr in Richtung Norden. Schneebedeckte Pisten bescheren lange Wartezeiten in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Bereits am vergangenen Wochenende – zu Beginn der Faschingsferien – war der Andrang auf den Straßen groß. Am Samstag ging verkehrstechnisch zeitweise gar nichts mehr. Schon auf der Autobahn in Höhe Eschenlohe herrschte Stillstand. An diesem Wochenende wird’s vermutlich nicht besser.

Natur- und Sportbegeisterte strömen ins Werdenfelser Land

Einheimische sind an den Verkehrswahnsinn schon gewöhnt. „In dieser Jahreszeit ist Stau am Wochenende ganz normal“, sagt Polizei-Sprecher Josef Grasegger. Vor allem, weil in diesem Jahr die Schneeverhältnisse gut sind. „Eine ganz normale Geschichte“, betont er. Bei schönem Wetter strömen Natur- und Sportbegeisterte nun mal ins Werdenfelser Land. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Der ADAC hat bereits Anfang der Woche eine Warnung wegen des Rückreiseverkehrs ausgesprochen. Vor allem die Wintersportrouten – zu denen die A95 und die B2 definitiv gehören– sind davon betroffen.

Wer auf die Piste will, muss früh aufstehen

Dass viele Touristen und Tagesgäste aus dem Raum München die letzten Wintertage zum Skifahren oder Snowboarden ausnutzen wollen, merkt auch Verena Lothes, Pressesprecherin von der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). Zwar liegen noch keine offiziellen Zahlen vor, mit dem Andrang in den Faschingsferien ist sie aber „sehr zufrieden“. Die belegten Parkplätze am Hausberg und am Kreuzeck sprechen eine klare Sprache. Ab 8.50 Uhr morgens sind die Stellflächen am Hausberg im Schnitt belegt, ab 11.50 Uhr kann am Kreuzeck keiner mehr parken. Die BZB-Mitarbeiter haben sich im Vorfeld schon darauf vorbereitet. Denn: „Bei schönem Wetter in den Ferien herrscht bei uns Hochbetrieb“, sagt Lothes. Das Parkleitsystem und mobile Beschilderungen sollen den Stau im Ort reduzieren und die Gäste auf freie Parkplätze hinweisen (wir berichteten). Die BZB-Sprecherin empfiehlt Skifahrern dennoch, früh aufzustehen. Am besten noch bevor die Lifte in Betrieb gehen. „Lieber vorher im Ort einen Kaffee trinken gehen“, rät Lothes. Wer darauf keine Lust hat, sollte mit dem Zug fahren. Mit dem Garmischer Ski-Ticket geht’s per Bahn direkt bis zum Hausberg. „Das ist wahrscheinlich am entspanntesten.“

Das Klinikum ist auf den Ansturm vorbereitet

Die Unfallgefahr auf den Straßen ist wegen des Staus nicht höher, sagt Polizeisprecher Grasegger. Anders sieht es auf den Pisten aus. Umso mehr Skifahrer den Berg hinunterfahren, desto mehr Verletzte gibt es in der Regel. Gut, dass an diesem Samstag um die 60 Prozent der Betten in der Unfallchirurgie im Garmisch-Partenkirchner Klinikum wieder frei werden. Bislang waren die Stationen „relativ hoch belegt“, sagt Patientenmanagement-Leiter Marc Jung. Zusätzliche Betten können aber bei Bedarf bereitgestellt werden. 

Auf einen möglichen Ansturm an Patienten bereitet man sich auch in der Notaufnahme der Klinik vor. Doppelt so viel Personal ist dort am Wochenende im Einsatz, sagt der Leitende Oberarzt Dr. Christoph Mößmer. In der Ferienzeit im Winter ist das ganz normal. Die Planungen stehen schon seit Monaten.

Magdalena Kratzer

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