BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet
Andreas Steigenberger ist frustriert von der Entscheidung der Denkmalschützer. Foto: Herpen-Archiv

Steigenberger fügt sich Denkmalschützern

Murnau - Trotz anderslautender Gerüchte: Der Murnauer Unternehmer will seine Alu- gegen Holzfenster austauschen lassen.

Spätestens Ende April müsste Andreas Steigenberger die Alufenster in seinem Haus am Untermarkt 19 gegen Holzmodelle austauschen lassen. Noch ist nichts in diese Richtung passiert, weshalb viele Murnauer vermuten, dass Steigenberger lieber eine Strafe in Kauf nimmt als den Forderungen des Landesamtes für Denkmalpflege nachzukommen. Doch an den Gerüchten scheint nichts dran zu sein: „Ich werde mich der Anordnung fügen“, erklärt der Unternehmer auf Tagblatt-Nachfrage. „Bisher hatte ich allerdings Besseres zu tun.“

Diese Aussage zeigt, wie sehr Steigenberger die Anordnung der Denkmalschützer ärgert. Verwunderlich ist diese Haltung nicht, gibt es im Markt doch viele Kunststoff- und Alufenster, die einfach eingebaut worden sind und an denen die Denkmalschützer keinen Anstoß nehmen. „Wer den offiziellen Weg geht, ist angeschmiert“, sagt Steigenberger frustriert. „Da vergeht einem als Bauherr schon die Lust, wenn Amtsleute über dein Eigentum entscheiden.“

Doch nicht nur, dass die Denkmalschützer die vielen Präzedenzfälle bei ihrer Entscheidung nicht berücksichtigt haben, wurmt Steigenberger. „Holzfenster sind einfach nicht auf dem neuesten Stand der Technik.“ Außerdem müsse er die Rahmen künftig auch noch alle zwei Jahre neu streichen lassen. „Dabei sieht man überhaupt keinen Unterschied zwischen den Alu- und den Holzfenstern.“

Dieser Meinung scheinen viele Bürger zu sein. „Ich werde regelmäßig von Kunden darauf angesprochen, was für ein Unsinn diese Anordnung ist“, erzählt Roland Öller, der den Sport- und Travelservice am Untermarkt 19 betreibt. Besonders unverständlich ist für ihn, dass die Alufenster im Obergeschoss und in der Dachgaube ausgetauscht werden müssen, die Eingangstür aber bestehen bleiben darf. „Dabei handelt es sich um genau das gleiche Material.“ (sis)

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