Streit um Strom eskaliert

Landkreis - Neuer Energie-Vertrag mit den Stadtwerken München: Die Garmisch-Partenkirchner Landkreis-Verwaltung steht in der Kritik.

Ab dem 1. Januar 2011 gelten die neuen Verträge, die der Landkreis Garmisch-Partenkirchen abgeschlossen hat. Partner waren dabei - anders als in der Vergangenheit - aber nicht die heimischen Betriebe. Um die 120.000 Euro zahlt die Verwaltung eigenen Angaben nach künftig an die Stadtwerke München.

Ein Umstand, der vor allem Garmisch-Partenkirchens Gemeindewerke-Chef Wotan Lichtmeß sauer aufstößt. Er kritisiert nicht nur, dass den heimischen Energie-Versorgern nach dem Einholen der Angebote keine Nachverhandlungen ermöglicht wurden. Er unterstellt dem Amt zudem, falsche Zahlen in der Öffentlichkeit zu nennen: „Das von der Stromlieferung betroffene Haushaltsvolumen beträgt zwischen 300 000 und 400 000 Euro und nicht - wie wohl in der Kreistagssitzung versucht wurde darzustellen - rund 120 000 Euro.“ Diese Behauptung begründet Lichtmeß mit Umstand, dass "das landkreisweite Stromvolumen rund 2,2 Millionen Kilowattstunden beträgt. Ein Gesamtpreis von 120 000 Euro ist für diese Menge unmöglich.“

Auf diese Zahl würde jemand nur kommen, wenn er den Strompreis in seine Bestandteile zerlegt - und diese Kosten dann abzieht. Dazu würden unter anderem die Netznutzung, die Konzessionsabgabe, Umlagen und Zuschüsse, die Strom- und Umsatzsteuer sowie Vertriebskosten gehören. Die Reaktion des Landratsamtes gegenüber Lichtmeß: „Ihr Vorwurf ist für uns in keinster Weise nachvollziehbar.“ (nah)

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