Wandervergnügen für die ganze Familie bietet das Classic-Gebiet, im Hintergrund die Alpspitze. Foto: Bzb

365 Tage Bergvergnügen

Garmisch-Partenkirchen - Mit einem neuen Angebot lockt die Bayerische Zugspitzbahn die Saisonkarten-Kunden: Künftig gibt es nun ein Ticket, das 365 Tage gilt.

Mit einem Ganzjahrespass startet die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) in die Wandersaison. „Die Nachfrage war da“, erklärt kaufmännischer Vorstand Peter Theimer. Daher habe sich das Bergbahn-Unternehmen entschlossen, sein Angebot zu erweitern. Das neue Ticket ist ab Kaufdatum 365 Tage gültig. Skifahrer und Snowboarder, die lediglich das Pistenvergnügen im Classic-Gebiet auf der Zugspitze oder mittels der Top-Snow-Card auch noch in Tirol genießen wollen, können weiterhin einen Winterpass nutzen. Dieser gelte künftig allerdings nicht mehr ab September, sondern erst ab Beginn des Skibetriebs bis Saisonende, sagt Theimer.

Während dieses Ticket für Einzelpersonen bis zu 15 Euro, für Familien sogar bis zu 80 Euro billiger wird, müssen diejenigen, die auf das 365-Tage-Angebot umsteigen, etwas mehr bezahlen. Das Classic-Gebiet samt Zugspitze etwa kostet für einen Erwachsener, der nur Skifahren will, 455 Euro. Möchte er die Bergbahnen auch zum Wandern oder Sonnen nutzen, ist er mit 535 Euro dabei.

Circa 6500 Saisonpässe, davon etwa 1400 Happy-Ski-Cards, habe die BZB im vergangenen Jahr verkauft, weiß Theimer. „Mit diesen Zahlen, die in den letzten zehn Jahren - und vor allem seit dem Bau der Kreuzeck-Bahn - kontinuierlich gestiegen sind, liegen wir im Vergleich zu anderen Regionen an der Spitze.“ Internen Erhebungen zufolge würden die Tickets auch überdurchschnittlich oft genutzt: 30 Skitage pro Winter seien für die BZB-Kunden normal, Spitzenreiter kämen sogar auf 120 und mehr Skitage auf der Zugspitze.

Während er die Entwicklung des Garmisch-Partenkirchner Gebiets, in die sukzessive investiert werde, positiv beurteilt, bedauert Theimer, dass die Nutzer der grenzüberschreitenden Karte heuer einen Einschnitt hinnehmen müssen. Die Happy-Ski- wird nun zur Top-Snow-Card, allerdings ohne Seefelder Beteiligung. Querelen auf Tiroler Seite hätten dazu geführt, weiß der BZB-Vorstand. „Deshalb haben wir einen neuen Skipool mit Mittenwald, Ehrwald, Lermoos, Biberwier, Heiterwang, Bichlbach und Berwang gegründet.“ Dass die Karte durch den Wegfall der Skigebiete Rosshütte und Gschwandtkopf ein Stück Attraktivität verliere, räumt der Kaufmann zwar ein. Die Unstimmigkeiten auf österreichischer Seite, die auch mit der dort vertriebenen Tirol Snow-Card zusammenhängen, lägen jedoch außerhalb seines Einflussbereichs. Trotzdem können die Wintersportler mit der neuen Variante noch 211 Pistenkilometer und 85 Liftanlagen nutzen. (tab)

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